Der Rapper und sein Kuchen

Was macht ein richtig cooler Rapper, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kiffen darf? Er futtert Omas Rosinenkuchen. Mit Papiertischdecke darunter. Damit man beim Krümeln den Tisch nicht dreckig macht.

Sehen kann man das alles in einer selbstgedrehten Videobotschaft (23 MB, .wmv) des Terroristen Rappers Eko Fresh, das sein Label (?) German Dream Entertainment veröffentlicht.

Er erzählt darin in formvollendetem Deutsch u.a. von seinem Lungenriss, den er sich nach „einer kleinen Rangelei“ auf einer Party zugezogen hat. Danach musste er ins Krankenhaus und musste dort sterbende alte Frauen auf der Intensivstation und Klingeltonwerbung seines liebsten Feindes Kool Savas ertragen.

Interessant ist das Video vor allem wegen 1.) des tollen Ambietes mit besagtem Rosinenkuchen und Papiertischdecke mit Garderobenständer im Hintergrund und 2.) wegen Ekos Ausdrucksweise. Von einem erwachsenen Mann kann man sowas wie Satzbau erwarten, denke ich. Eko redet aber ohne hörbare Interpunktion. Statt Kommas und Punkten nimmt er lieber „Alder“ und „blabla“. Das ist viel cooler. Dass dabei die Verständlichkeit auf der Strecke bleibt, ist wohl unwichtig.

Vielleicht verstehen ihn seiner Jünger aber auch. Liest man sich die Kommentare zu den „Newz“ (mit z, weissde alder) von German Dream durch, unterscheiden die sich in nichts von Ekos Gebrabbel.

P.S.: Kurzzeitig war der Wikipediaeintrag über Kool Savas … nunja … verändert worden. (Screenshot)

[via: krank?]

Nachtrag: Es könnte allerdings auch sein, dass der Rosinenkuchen gar kein Rosinenkuchen ist, sondern Hasch-Muffins mit neuer, verbesserter Rezeptur. Mit der alten sicher nicht mehr, denn damit hatte Eko eher schlechte Erfahrungen gemacht.

Ein Gedanke zu “Der Rapper und sein Kuchen

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