Keine Genehmigung für Steinhöfel?

Übrigens hat Rechtsanwalt Steinhöfel offensichtlich einige Wissenslücken im Bereich Medien- und Urheberrecht. Auf seiner Homepage veröffentlicht er Texte verschiedener Medien, darunter auch aus dem SPIEGEL und von SPIEGEL ONLINE. Eine Genehmigung dafür hatte er nicht.

Steht heute bei Spiegel Online in einem Bericht über Media-Markt vs. media-bloed.de und fettisch.de. Vertreten wird der MM mal wieder von seinem Hofjuristen Steinhöfel. Kennen wir ja.

In der Rubrik Standpunkte veröffentlicht Steinhöfel seine fremde Ansichten auf die Welt. Diese Standpunkte wurden zumeist in Zeitungen veröffentlicht und landeten dann als Kopie bei Herrn Steinhöfel.

Offenbar hat er – zumindest beim Spiegel – nicht nach der Genehmigung zur Verwertung gefragt. Die anderen Rechteinhaber, davon gehe ich aus, hat der RA Steinhöfel sicher um Genehmigung zur Veröffentlichung gebeten.
Und ebenso offenbar liest man in der Kanzlei Steinhöfel bei Spiegel Online mit und ersetzt die Links zu den kopierten Texten zu Links auf die Spiegel-Online-Seiten. Ist nur ungünstig, wenn die Artikel weiterhin auf den Seiten des Herrn Steinhöfel stehen:

Nr. 18: „Verrückt nach Bush“
Nr. 22: „Gegen die Mauer“
Nr. 27: „Mörderische Frömmigkeit“

Ich vermute mal, dass die Artikel nicht mehr lange auf der Seite stehen werden. Im Grunde wird es sich selbstverständlich um ein Missverständnis oder Versehen handeln.

Nachtrag (06.02.07): Die Spiegel-Artikel „Verrückt nach Bush“ und „Gegen die Mauer“ sind nun gänzlich aus der „Standpunkte“-Liste verschwunden, „Mörderische Frömmigkeit“ hat nun die Nr. 15 bekommen.

4 Gedanken zu “Keine Genehmigung für Steinhöfel?

  1. hmmm… bin mir da nicht so sicher, der wird das eher als „Referenz“ hinargumentieren, und die Seitenkopien sind seine „Belegexemplare“. U.U. kommt er damit sogar durch, denn er ist ja durchaus Marke und Produkt sowie Rechteinhaber und Urheber dieser Figur, die in jenen Artikeln beschrieben wird….

  2. In den Texten von Steinhöfels Rubrik „Standpunkte“ geht es nicht um Texte über Steinhöfel. Das sind Texte ganz unterschiedlicher (zumeist rechtslastiger) Autoren, die dann wohl Steinhöfels Sicht auf die Welt wiedergeben sollen.

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