Das seltsame Verhältnis vermeintlicher Elite zum Geld

Den Deutschen wirft man gerne ein schlechtes Verhältnis zu Eliten vor. Die letzten Tage haben da so richtig Lust auf eine Elite gemacht, die sich selbst auch gerne als Leistungsträger bezeichnet.

Die Leistung besteht z.B. darin, Milliarden am US-amerikanischen Subprimemarkt mit Anlageobjekten zu verzocken (IKB, WestLB, SachsenLB, LBBW, BayernLB), die so kompliziert sind, dass sie keiner mehr versteht und man vor allem den realen Wert nicht mehr einschätzen kann. Aber Hauptsache man ist dabei, vielleicht kommt was bei rum und wenn nicht ist der Staat bzw. der Steuerzahler zur Stelle und zahlt für den Schaden. Da fragt man sich doch, wozu es Kontrollgremien gibt, wenn diese offenbar zur Kontrolle nicht willens oder nicht fähig sind.

Ein anderer Teil der Elite mag nicht mehr zu diesen Steuerzahlern gehören und deren Leistung besteht dann darin, Geld im Fürstentum Liechtenstein zu bunkern, ohne vorher Steuern dafür gezahlt zu haben. In so mancher Millionärsvilla dürfte es dieses Wochenende unruhig zugehen.

Öffentliche Gelder verbraten oder Geld der Öffentlichkeit gleich ganz vorenthalten – so wird das oben angesprochene schlechte Verhältnis sicher nicht besser.

Ein Gedanke zu “Das seltsame Verhältnis vermeintlicher Elite zum Geld

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