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	<title>Kommentare zu: Westerwelle und der Lohnabstand</title>
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	<description>Gedachtes, Gemeintes und Reflektiertes</description>
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		<title>Von: Frau Kraft und der gemeinwohlorientierte Arbeitsmarkt &#171; Reflexionsschicht</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/03/01/westerwelle-und-der-lohnabstand/comment-page-1/#comment-18250</link>
		<dc:creator>Frau Kraft und der gemeinwohlorientierte Arbeitsmarkt &#171; Reflexionsschicht</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 23:01:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Krafts Vorschlag vom Wochenende hat sich gelegt, nachdem bemerkt worden ist, dass Frau Kraft nicht den Westerwelle macht. Den Anfang machte Spiegel Online, der mit der &#220;berschrift &#8220;SPD-Vize Kraft fordert [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Krafts Vorschlag vom Wochenende hat sich gelegt, nachdem bemerkt worden ist, dass Frau Kraft nicht den Westerwelle macht. Den Anfang machte Spiegel Online, der mit der &Uuml;berschrift &#8220;SPD-Vize Kraft fordert [...]</p>
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		<title>Von: Tobias</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/03/01/westerwelle-und-der-lohnabstand/comment-page-1/#comment-18249</link>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 22:49:54 +0000</pubDate>
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		<description>Danke erstmal fÃ¼r den ausfÃ¼hrlichen Kommentar. Das ist ja eigentlich schon ein eigenstÃ¤ndiger Blogpost. :)

Zu diesen Rechnungen, dass sich geringe Einkommen nicht lohnen, hat der &lt;a href=&quot;http://www.der-paritaetische.de&quot;&gt;ParitÃ¤tische Wohlfahrtsverband&lt;/a&gt; heute &lt;a href=&quot;http://www.der-paritaetische.de/1802/&quot;&gt;eigene Berechnungen&lt;/a&gt; vorgelegt. Und die haben ganz interessante Zahlen dabei. Da kommt z.B. auf Seite 17 ein Westdeutscher Arbeitnehmer, alleinerziehend mit 2 Kindern und 1209 â‚¬ brutto vor, also ziemlich Ã¤hnlich dem o.g. Kraftfahrer. Am Ende hat der - nach deren Berechnung - ein Gesamteinkommen von immerhin 1843 â‚¬. Ohne Hartz IV-Aufstockung. Von den 1200 â‚¬ brutto bleiben 946 â‚¬ netto Ã¼brig, dazu kommen dann 368 â‚¬ Kindergeld, 280 â‚¬ Kinderzuschlag und 248 â‚¬ Wohngeld. Macht am Ende 1843 â‚¬, das sind 264 â‚¬ bzw. 14% Ã¼ber Hartz IV (1579 â‚¬). 
Stellt sich natÃ¼rlich immer noch die Frage, ob es 14% mehr in der Tasche lohnen, jeden Morgen aufzustehen und einen anstrengenden Job zu machen, aber immerhin hÃ¤tte man wohl nicht &lt;em&gt;weniger&lt;/em&gt; als der Hartz IV-EmpfÃ¤nger.

Ein Mindestlohn allein wird wohl wirklich nicht die LÃ¶sung sein, jedenfalls nicht fÃ¼r Alleinverdiener mit Kindern. Denn auch mit 8,50 â‚¬ in der Stunde reicht es dann vorne und hinten nicht. Besser wÃ¤re dann ein Mindesteinkommen &lt;em&gt;pro Person&lt;/em&gt;, was ja dann letztlich ein Grundeinkommen wÃ¤re. 

Zu den Statistiken: Die Bundesagentur verÃ¶ffentlicht in ihren &lt;a href=&quot;http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/monatsamb/berichte.shtml&quot;&gt;Monatsberichten&lt;/a&gt; genau diese Statistiken. FÃ¼r Februar hat das Ding z.B. 82 Seiten. Und auf Seite 19 ist eine Tabelle mit eben jenen Zahlen zu Alg I und II. Daneben gibt es dann noch eine Menge Menschen, die einfach aus der Statistik herausfallen, siehe verlinkte Artikel in FAZ und SZ oben. </description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke erstmal fÃ¼r den ausfÃ¼hrlichen Kommentar. Das ist ja eigentlich schon ein eigenstÃ¤ndiger Blogpost. :)</p>
<p>Zu diesen Rechnungen, dass sich geringe Einkommen nicht lohnen, hat der <a href="http://www.der-paritaetische.de">ParitÃ¤tische Wohlfahrtsverband</a> heute <a href="http://www.der-paritaetische.de/1802/">eigene Berechnungen</a> vorgelegt. Und die haben ganz interessante Zahlen dabei. Da kommt z.B. auf Seite 17 ein Westdeutscher Arbeitnehmer, alleinerziehend mit 2 Kindern und 1209 â‚¬ brutto vor, also ziemlich Ã¤hnlich dem o.g. Kraftfahrer. Am Ende hat der &#8211; nach deren Berechnung &#8211; ein Gesamteinkommen von immerhin 1843 â‚¬. Ohne Hartz IV-Aufstockung. Von den 1200 â‚¬ brutto bleiben 946 â‚¬ netto Ã¼brig, dazu kommen dann 368 â‚¬ Kindergeld, 280 â‚¬ Kinderzuschlag und 248 â‚¬ Wohngeld. Macht am Ende 1843 â‚¬, das sind 264 â‚¬ bzw. 14% Ã¼ber Hartz IV (1579 â‚¬).<br />
Stellt sich natÃ¼rlich immer noch die Frage, ob es 14% mehr in der Tasche lohnen, jeden Morgen aufzustehen und einen anstrengenden Job zu machen, aber immerhin hÃ¤tte man wohl nicht <em>weniger</em> als der Hartz IV-EmpfÃ¤nger.</p>
<p>Ein Mindestlohn allein wird wohl wirklich nicht die LÃ¶sung sein, jedenfalls nicht fÃ¼r Alleinverdiener mit Kindern. Denn auch mit 8,50 â‚¬ in der Stunde reicht es dann vorne und hinten nicht. Besser wÃ¤re dann ein Mindesteinkommen <em>pro Person</em>, was ja dann letztlich ein Grundeinkommen wÃ¤re. </p>
<p>Zu den Statistiken: Die Bundesagentur verÃ¶ffentlicht in ihren <a href="http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/interim/arbeitsmarktberichte/monatsamb/berichte.shtml">Monatsberichten</a> genau diese Statistiken. FÃ¼r Februar hat das Ding z.B. 82 Seiten. Und auf Seite 19 ist eine Tabelle mit eben jenen Zahlen zu Alg I und II. Daneben gibt es dann noch eine Menge Menschen, die einfach aus der Statistik herausfallen, siehe verlinkte Artikel in FAZ und SZ oben.</p>
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		<title>Von: Ralf</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/03/01/westerwelle-und-der-lohnabstand/comment-page-1/#comment-18248</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:13:22 +0000</pubDate>
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		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;<em>Hartz IV kein â€œWohlstandâ€? sondern eben nur Grundversorgung</em>&#8221;<br />
Arbeiten ist demnach noch weniger als Grundversorgung, also nur noch BeschÃ¤ftigungsmaÃŸnahme.<br />
In der Bauwirtschaft gibt es einen Mindestlohn von â‚¬ 10,17. Das sind ca. â‚¬ 1.600 Brutto. Derzeit fordern Berufskraftfahrer einen Mindestlohn von 8 (!!) Euro, was in etwa â‚¬ 1.250 Brutto entspricht. Ein Alleinverdiener mit zwei Kindern bekommt da deutlich mehr Hartz IV, in etwa <a href="http://www.sozialhilfe24.de/hartz-iv-4-alg-ii-2/alg2-ergebnis.html">â‚¬ 1.112,90</a>. Dazu kommen dann noch ZuschÃ¼sse fÃ¼r Miete, Heizung, Telefon, usw.<br />
Man muss also schon eine gewaltigen Lattenschuss haben wenn man fÃ¼r einen Bruttolohn arbeiten geht der unterhalb der Hartz IV BezÃ¼ge liegt. Selbst die Grundversorgung von â‚¬ 323/Woche liegt nur ganz knapp unter dem, was man mit einem Mindestlohn von â‚¬ 8,50 Brutto (!!) verdienen wÃ¼rde (â‚¬331,50/Woche). Wie gesagt, bei den â‚¬ 323 Hartz IV kommen noch ZuschÃ¼sse hinzu, bei den â‚¬ 331,50 werden dir noch AbzÃ¼ge fÃ¼r Steuern und Sozialleistungen abgezogen. Nach den letzten hÃ¶chstrichterlichen Urteil wird der Abstand demnÃ¤chst wohl noch deutlich grÃ¶ÃŸer werden.</p>
<p>Das Perverse an dem Ganzen: es gibt tatsÃ¤chlich Menschen, die fÃ¼r â‚¬6-8/Stunde arbeiten gehen. Es dÃ¼rfte also klar sein das es viele Menschen gibt die von ihrem Einkommen vorne und hinten nicht leben kÃ¶nnen. Sie beziehen also ergÃ¤nzende Sozialleistungen um Ã¼berhaupt irgendwie Ã¼ber die Runden zu kommen.<br />
Hier hinken sÃ¤mtlich Statistiken die in Bezug auf Arbeitslose und Hartz IV verÃ¶ffentlicht werden. Was es an dieser Stelle einmal braucht, soind klare Aussagen.<br />
- Wie viele Menschen beziehen ALG I<br />
- Wie viele Menschen beziehen ALG II, sind aber arbeitsfÃ¤hig<br />
- Wie viele Menschen beziehen zusÃ¤tzlich zu ihrer Arbeit ALG II<br />
- Wie viele Menschen beziehen ALG II und sind nicht arbeitsfÃ¤hig<br />
Erst dann kann man sehen wie viele ArbeitsplÃ¤tze benÃ¶tigt werden und wo das ganze Geld hin geht.</p>
<p>Ein Mindestlohn kann also wohl nicht die LÃ¶sung sein. Denn dann wÃ¼rde sich die absolute Anzahl an Hartz IV EmpfÃ¤ngern nicht Ã¤ndern. Es wÃ¼rde nur mehr Menschen geben die ergÃ¤nzende Sozialleistungen bekommen. An der Situation, dass sich Arbeit nicht lohnt, wÃ¼rde es nichts Ã¤ndern. Dementsprechend wÃ¼rden mehr Menschen lieber Hartz IV beziehen als arbeiten zu gehen. Was aus meiner Sicht auch verstÃ¤ndlich ist.</p>
<p>Eine LÃ¶sung wÃ¤re es, mehr steuerfreie BezÃ¼ge zu schaffen. Sei es Spesengelder oder ZuschlÃ¤ge in jeglicher Form. Zudem mÃ¼ssten die steuerlichen Anreize grÃ¶ÃŸer werden wieder arbeiten zu gehen. Auch wer wenig verdient muss eine MÃ¶glichkeit haben etwas von der Steuer absetzen zu kÃ¶nnen. Obendrein mÃ¼sste es einen Mindestlohn geben, der garantiert das man mehr verdient als ein Hartz IV EmpfÃ¤nger. Ein starrer Mindestlohn wÃ¤re also nicht unbedingt die LÃ¶sung. Sondern vielmehr ein Mindestlohn der z.B. 25% Ã¼ber dem liegt, was man als Hartz IV EmpfÃ¤nger (inkl. ZuschÃ¼sse !!) bekommen wÃ¼rde. Ansonsten wÃ¼rde sich Arbeit fÃ¼r Alleinstehende lohnen, wÃ¤hrend Familien deutlich benachteiligt werden.</p>
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