Archiv der Kategorie ‘blogosphärisches‘

Die Angstmacher

Sonntag, den 9. September 2007

Neulich hatte ich ja darüber geschrieben, dass Blogs an Relevanz gewinnen, weil dort Themen behandelt werden, die wonanders kaum oder in dieser Art gar nicht vorkommen.

Beim jetzt aktuellen Fall von Terroristen in Deutschland ist das wieder so. Ich wünschte mir mehr Fragen, mehr Kritik, mehr nüchterne Information statt der Wiedergabe der Mutmaßungen der Ermittlungsbehörden. Dazu kommt dann, dass die dünnen Fakten dann zusätzlich dramatisiert und aufgebauscht werden.

Kein Wunder, dass dann in einer Umfrage 72% der Befragten sagen, dass die RAF seinerzeit weniger gefährlich war als der islamistische Terrorismus heute. Und dass, obwohl die RAF nicht nur Anschläge plante, sondern zahlreiche Entführungen, Geiselnahmen und Sprengstoffanschlage tatsächlich durchführte. In der Häufigkeit und der Effektivität ist die RAF von damals mit den Islamisten von heute nicht vergleichbar.
Die RAF erscheint mir damals um Längen professioneller zu sein als es die islamistischen Terroristen heute sind.

Wirklich professionell?

Das, was wir von Fritzens Terrorgrüppchen wissen, geht über grobe Planung nicht hinaus. Die mutmaßlichen Terroristen waren in Pakistan in einem sog. Terroristencamp. Ein paar Ziele wurden mit dem Auto umfahren, 700 kg 35%-iges Wasserstoffperoxid wurde beschafft, ein paar Zünder wurden aus Syrien geliefert. Das Wasserstoffperoxid, wahrscheinlich der Grundstoff für den Sprengstoff Acetonperoxid (Triacetontriperoxid, TATP) gedacht wurde ihnen unterm Hintern geklaut und durch wertlose 3%ige Lösung ersetzt. Vom anderen Grundstoff, Aceton, ist nicht zu sehen. Davon hätte man ebenfalls so einige hundert kg benötigt.
Ob die Herstellung überhaupt geklappt hätte, ist fraglich. TATP ist höchst gefährlich in der Handhabung, möglicherweise hätten Fritz und seine Kumpels nur Oma Erna ihr klein Häuschen das angemietete Ferienhaus und sich selbst bei der Herstellung in die Luft gejagt. Mit Zünder und Sprengstoff hat man immer noch keine Bombe, die auch dann hochgeht, wenn sie es soll.
Kleinlaster wurden auch gekauft. Aber ohne Bombe sind die nicht gefährlicher als jeder andere Kleinlaster auf der Straße.

Dass Fritz und seine Kumpel für die Kommunikation in offene private W-LAN-Netze eingedrungen sind, mag für die Ermittler und Journalisten überraschend clever erscheinen, ist es aber nicht. An die Programme dafür kommt man leicht ran und die Handhabung nicht schwer. Dass allerdings die Mails unverschlüsselt verschickt wurden bzw. einfach nur in Order auf auf dem Server belassen wurden, spricht gegen eine professionelle Kommunikation.

Der Anruf Ende August aus Pakistan, doch Anschläge innerhalb der nächsten zwei Wochen durchzuführen, klingt für mich wie ein Arschtritt vom unzufriedenen Planungschef für die Nachwuchsgruppe aus dem Sauerland, in die Puschen zu kommen. Zu der Zeit war aber das Wasserstoffperoxid bereits wertlos und das Aceton noch nicht beschafft. Die Vorbereitungen waren also noch nicht soweit, dass es innerhalb der nächsten 14 Tage zu einem Anschlag hätte kommen können.

Mutmaßungen und Spekulation unkritisch übernommen

Stattdessen wird aber darüber geschrieben, dass die Anschlagspläne “sehr weit gediehen” sind sind. Abgeleitet wird das aus jenem aufforderndem Telefonanruf aus Pakistan und einem Gespräch im Auto (!), wo man sich locker darüber unterhält, was man ins Visier nehmen könnte.

sz riesengroß

Gleich am Tag nach der Festnahme wurden Horrorszenarien über die möglichen Ausmaße beschrieben. “Größter islamistischer Anschlag in Europa vereitelt” war der Titel eines Artikels der Süddeutschen Zeitung (mittlerweile wurde die Überschrift in “Mit 500 Kilo Sprengstoff in den ‘Heiligen Krieg’” abgeändert, bei Verlinkungen wurde der Titel noch nicht geändert, siehe Screenshot).

Dann wird munter mitspekuliert, was man mit einer Sprengkraft von 550 kg TNT erreichen könnte. Soviel Sprengkraft hätte das fertige TATP gehabt, wenn man denn, ja wenn man denn Aceton und 35%ige Wasserstoffperoxidlösung gehabt hätte. Dann wird weiter munter über Anschlagsziele mitgemutmaßt, obwohl darüber nichts bekannt war. Dem Spiegel gegenüber sagt ein Beamter, “von einer fertigen Bombe” sei man “noch recht weit entfernt” gewesen.
Dass aber wahrscheinlich noch 7 weitere Mitglieder der Sauerlandtruppe frei herumlaufen und deren Aufenthaltsort trotz monatelanger Observation offenbar nicht bekannt ist (sonst hätte man sie schon verhaftet, denke ich), liest man an kritische Anmerkung nur selten.

Über die Verbindungen von Fritzens Gruppe nach außen, besonders zur “Islamic Jihad Union” (IJU) und damit zu Al-Kaida wird zwar berichtet, aber offenbar wenig recherchiert. Allerdings gibt es Zweifel an der Existenz der IJU. Und so gibt es mehr Spekulation, mehr Panikmache, wenig genaue Trennung zwischen Mutmaßungen und Fakten und überhaupt zu wenig kritisches Hinterfragen seitens der Presse.

Jetzt habt gefälligst Angst!

Und damit komme ich zurück zu meinem Eingangsgedanken des Beitrages: Das, was fehlt – eine kritische Grundhaltung – finde ich in Blogs. Es gibt genug Ungereimtheiten, in die es sich einzuhaken lohnt. Stattdessen kann man eher das lesen, das die Gefährlichkeit und die Bedrohlichkeit der Festgenommenen steigert. Und fordert uns Claus Kleber auf, mal richtig Angst zu haben, indem er gestern im heute-journal sagt:

Guten Abend! Deutschland ist noch einmal davon gekommen. Es war knapp, aber große Aufregung herrscht darüber nicht. Wahrscheinlich liegt es daran, dass unsere Phantasie nicht reicht um auszumalen, was hätte geschehen können, wäre es nach den Plänen der Terrorzelle gegangen.

Gerade dieses Nähren der Phantasie, das Angstmachen, dieses Heraufbeschwören von Gefahren, das Übertreiben der Gefährlichkeit des Gegners sind es, die uns in den letzten Jahren viel Freiheit gekostet haben und wohl auch weiterhin kosten werden.

Einfluss und Relevanz von Blogs

Freitag, den 31. August 2007

Alexander Trust auf Sajonara.de hat sie angestoßen und Raphael Raue vom Onezblog hat sie fortgeführt: eine weitere kleine Diskussion (unbedingt auch die Kommentare darunter lesen) über den Einfluss politischer Blogs auf den öffentlichen Meinungsdiskurs.

Den öffentlichen Diskurs beeinflussen Blogs bisher kaum. Was in der Blogosphäre diskutiert wird, dringt nur selten nach außen. Bei nichtpolitischen Blogs liegt’s sicher an den Themen, die entweder zu (blog)spezifisch oder zu technikaffin sind.

Für mich ist der einfachste Grund für den geringen Einfluss politischer Blogs einfach die geringe Verbreitung und die nach wie vor überschaubare Leserschaft. In der Masse mag es inzwischen etliche Hunderttausende Blogleser geben, die verteilen sich aber auf etliche Tausend Blogs. Die Vernetzung der thematisch ähnlichen Blogs ist auch noch nicht sonderlich hoch.
Dadurch ähneln Diskussionen auf Blogs denen in Fachzirkeln oder Uniseminaren: die Inhalte mögen gut sind, nach außen dringt davon nur wenig und der Einfluss ist entsprechend gering.

Kommt Zeit, kommen Leser, kommt Einfluss

Die meisten Blogs sind auch noch nicht sehr alt, oft erst ein oder zwei Jahre online. Andere Mulituser-Politblogs, von denen ich mir mehr erhofft hatte, inhaltlich nicht so gut und erfolgreich wie ich das am Anfang dachte. Auf lautgeben.de aus der Spreeblick-Familie seit mehr als 10 Monaten kein Beitrag mehr erschienen, im Küchenkabinett scheint auch die Diskussionsluft raus zu sein. Die Zersplitterung, einerseits gut, weil dadurch erst Vielfalt entsteht, sorgt dafür, dass die Wahrnehmung in anderen Medien gering ist. Braucht es Beispiele für Blogs im Fernsehen oder in Zeitungen, wird das Bildblog oder Spreeblick genannt. Es fehlt für Außenstehende so ein Einstiegspolitblog.

Das Wachstum findet also allein aus der Blogosphäre selbst heraus statt und die Anzahl der Blogleser wächst nun auch nicht wahnsinnig stark. Das Blog ist halt noch ein Medium mehr, das um die knappe Zeit der Menschen konkurriert. Also wird es u.U. Jahre dauern, bis Blogs und Information im Internet jenseits der Onlineableger der etablierten Medien zum Alltag gehören.

Die Relevanz nimmt zu

Der Einfluss mag sich ja noch als reine Leserzahl ausdrücken lassen, Relevanz jedoch nicht. Je mehr die klassischen Medien relevanten Themen nur spärlich behandeln, desto mehr werden sich Menschen nach Alternativen umsehen. So z.B. beim Themakreis Vorratsdatenspeicherung, Onlinedurchsuchung, Datenschutz, Fantastereien von Innenministern und Urheberecht in der digitalen Welt. Für Zeitungen und das Fernsehen sind das offenbar immer noch reichlich nerdige Themen, die wenn überhaupt auf den hinteren Seiten kurz behandelt werden. Blogs hingegen sind voll davon und es wird reichlich gegen dumme Gesetze in diesen Bereichen angeschrieben. Für eine zunehmende Zahl von Menschen sind das aber für sie und ihren persönlichen Lebensbereich wichtige Themen. Sehr viele haben auf ihren Blogs den Banner vom AK Vorratsdatenspeicherung zu kleben.
Bei klassischen Politikthemen gucke ich gerne in die Zeitung, bei den neuen Themenfeldern sind für mich eher Blogs relevant, weil ich dort mehr und bessere Informationen erhalte. Bis ein Interview mit einem CCC-Mitglied in der Süddeutschen oder bei tagesschau.de steht (in die TV-Sendung schafft wohl so schnell keiner), sind die Argumente längst rauf und runter bei Heise online und in der Blogosphäre diskutiert worden.

So wachsen nach und nach die Relevanz und darüber wahrscheinlich langfristig auch der Einfluss von Blogs.

Was den Einfluss der politischen Blogs erhöhen könnte, wäre eine Art gemeinsames Portal. Damit man als Außenstehender, als unregelmäßiger Blogleser, einen leichten Einstieg findet. Sowas wie Jurablogs.com.
Die Zersplitterung ist ja Teil des Prinzips von Blogs, aber für den Einstieg ins Bloglesen und um den Überblick zu behalten, sehe ich das als größeres Hemmnis. Trackbacks und Kommentare sind als Verknüpfungen gut, reichen aber nicht immer aus, um eine Diskussion mitzubekommen oder ihr zu folgen.
Da draußen wird soviel Gutes gedacht und geschrieben und es ist einfach immer noch furchtbar schwer, es unter dem vielen, was sonst noch da in diesem Internet steht, zu finden.

Fragmente. Oder: Was am Ende übrig bleibt

Montag, den 25. Juni 2007

So ein Blog ist ja eine feine Sache. Aber ein Eintrag allein ist oft nur ein Teil des Ganzen: im Zusammenspiel mit Links ergibt sich ein rundes Bild. Hier ein weiterführender Link gesetzt, dort einen anderen Aspekt einer Diskussion verlinkt und wieder woanders steht eine Zusammenfassung, die verlinkenswert ist.

Soweit die Theorie. In der Praxis wird dieses Zusammenspiel gestört, weil nach einiger Zeit die gesetzten Links ins Leere führen. Bei Nachrichtenseiten verschwindet eine Meldung im Archiv oder wird nach einigen Wochen standardmäßig gelöscht (wie z.B. bei den Yahoo-News) oder verschwindet anderweitig. Wenn ich mal in meinen älteren Beiträgen stöbere, finde ich immer wieder Links, die ins Leere gehen.

Oder nehmen wir Flickr. Nach der Aufregung um Zensur löschen dortanscheinend nicht wenige ihre Fotos. Jeder Link zu einen Bild oder jedes direkt eingebundene Bild in Blogs oder sonstwo ist dann futsch, der damit aufgehübschte Blogeintrag ist gleich weniger hübsch.

Oder die verlinkten Blogs werden aufgegeben, abgeschaltet und gelöscht. So wie beispielsweise das Blog YAMB von Jörg-Olaf Schäfers. Natürlich kann jeder mit seiner Webseite/seinem Blog machen was er will. Aber viele haben zu YAMB verlinkt (besonders in der StudiVZ-Zeit) und diese Linkungen verlieren nun ihren Bezug (Technorati zählt an die 2000 Links). Übrig bleiben Fragmente. Wird man bestimmte Debatten in zehn oder fünfzehn Jahren überhaupt noch mal nachvollziehen können, wenn dann nur noch ein Bruchteil der Blogs mit ihren Einträgen online ist?

Ich hab auch gerne mal zu Jörg-Olaf verlinkt und dann einen kleinen Kommentar dazu abgegeben. Ohne den Link steht der Blogeintrag nun ein bisschen doof da. (Abgesehen davon finde ich gerade die Schließung seines Blogs schade. Es war eines meiner ersten regelmäßig gelesenen Blogs, ich mochte sein Art des Schreibens und seine unaufgeregte Art.)

Was lerne ich daraus? Wieder alles selbst machen, mich auf mich selbst verlassen und Blogeinträge so schreiben und mit Zitaten von verlinkten Blogs füllen, dass man sie hinterher auch ohne Links kapiert. Redundanzen sind gut.
Woanders hinlinken, wo das Ganze viel besser und ausführlicher steht ist zwar schön und gut, nutzt aber wenig, wenn in ein paar Monaten diese Informationen nicht mehr zugänglich sind. (Gefällt mir aber auch nicht, alles noch einmal wiederkäuen, das schon woanders viel besser steht. Macht meinen Eintrag länger und schlechter lesbar.)

WordPress.org überfordert?

Mittwoch, den 21. März 2007

Beim Release von WordPress 2.1 versprach man einen neuen Veröffentlichungsmodus: mehrmals im Jahr sollte es ein großes Update geben:

[...] we’ve decided to shift to a more frequent release schedule like Ubuntu, with major releases coming several times a year. So, for the first time in WordPress’ history, I have an answer to when the next version is coming out: April 23rd

Guckt man sich die Roadmap an, dann hat man den Mund wohl ein bisschen zu voll genommen, wie mir scheint. Die Bugfixversion ist 5 Tage überfällig und gerade mal zu 17% fertig (43 ausstehende Tickets). Das nächste große Update, Version 2.2, soll in knapp 5 Wochen erscheinen und ist erst zu 25% fertig. 312 (!) Tickets warten auf Fertigstellung.

Nimmt man sich bei WordPress.org zuviel vor? Ist das Entwicklerteam überfordert? Ist der Code mittlerweile so komplex, dass das Bugfixing so lange dauert? Macht sich der Weggang einiger Entwickler hin zum Projekt Habari bemerkbar?

Eigentlich will auch gar nicht so sehr meckern. Es ist ja nicht so, dass sich bei WP nichts mehr tut. Nur die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit der Releases fallen mir ins Auge.

Das Blog, der Kommerz, der äußere Zwang

Dienstag, den 6. März 2007

Der René von Nerdcore darf für 4 Tage in ein Hamburger Designer-Hausboot ziehen, um dort die neue Playstation 3 (PS3) auszuprobieren. Dafür zahlt Sony “ein Monatsgehalt” plus PS3 plus Playstation Portable (PSP).

Hat René damit das Bloggen verraten, die Blogosphäre? Nö, hat er nicht. Aber in den Augen seiner Leser (ich bin seit einigen Monaten einer davon) hat er vielleicht seine Ideale verraten. Der René, der macht ja gerne einen auf antikommerziellen Rebell und vor nicht mal einem Jahr fand er Werbung auch noch total doof. Da war von “vor einen Karren spannen lassen” und von “keine Werbung ins Blog kacken” die Rede. (Sven von der Thüringer Blogzentrale stellt von Worte von damals und heute gegenüber.)
Bei dem Mathias Winks oder dem Nils Bokelberg stört sich keiner dran, dass die für Sony bloggen. Die bloggen eh für jeden (Opel, Coca-Cola), der mit ein paar Scheinen winkt und ansonsten keine kleinen Kinder frisst.

Noch pappt der René an seine von Sony für ein Monatsgehalt (1000 Euro, 1500, 2000?) gekauften Beiträge einen großen Button dran. So kann man gleich sehen, dass es Werbung PR ist. Das ist aber auch das Mindeste, dass man erwarten darf, wenn man noch glaubwürdig bleiben will.
Was hindert René daran, seine Meinung über diese Disclaimer-Buttons nicht in ein paar Monaten wieder zu ändern, wenn ein Angebot von – sagen wir: fünf – Monatsgehältern auf dem Tisch liegt?

Nichts.

Eben das ist das Problem. Bloggen stand und steht für mich für eine andere Art des Schreibens. Schreiben ohne äußere Zwänge, ohne äußere Einflussnahme auf Inhalt und Richtung der Beiträge.

(weiterlesen …)

Click-a-Captcha: Neues gegen Kommentarspam

Sonntag, den 11. Februar 2007

Seit heute ist hier wieder ein neues Kommentarspamverhinderungsplugin im Einsatz: Click-a-Captcha. Das Plugin hat Ralf geschrieben und wurde ursprünglich als Botsperre für Kontaktformulare entwickelt.

Ein einfaches Häkchen stellte für manche Bots keine Hürde dar. Eine richtige Auswahl aus einem nichtmaschinenlesbaren Bild heraus zu treffen, dürfte hinreichend schwierig sein, so dass sich Kommentarspam auf Zufallstreffer beschränkt.
Für diejenigen, die kommentieren wollen, fällt das nervige Entziffern des Captcha-Feldes und das Eintippen von sinnlosen Buchstaben- und Zahlenfolgen weg. Das ist es, das ich an Captchas störend finde und deshalb nie eingesetzt habe.

Blog dicht machen

Montag, den 29. Januar 2007

Dein Blog steht unter einer Kommentar- und Trackbackspamattacke? Das Blog läuft ein paar Tage ohne Beobachtung und du willst nicht, dass in dieser Zeit jemand Blödsinn postet, der dir hinterher als Abmahnung teuer kommen könnte?

Dann zieh die Notbremse und schließe mit einem Klick die Kommentar- und Trackbackfunktion aller WordPresseinträge.

Abmahnungen sind sauteuer

Dienstag, den 16. Januar 2007

Rainer wurde ja vor einiger Zeit zweimal von Steinhöfel abgemahnt. Rainer war aber nicht bereit, die Kostennoten zu bezahlen, weil er die Abmahnungen und die Streitwerte für unberechtigt bzw. überzogen fand.

Also ließ er es auf einen Rechtsstreit ankommen. Steinhöfel war nun gezwungen, die Kosten einzuklagen. Billiger ist Rainer damit nicht weggekommen, ganz im Gegenteil. Knapp 5000 Euro hat ihn der “Spaß” gekostet.

Die Kosten der insgesamt 3 Abmahnungen (Media Markt wegen des Lückentextes (knapp 1400 Euro), Steinhöfel wegen des Lückentextes (knapp 1400 Euro) und Steinhöfel wegen eines inzwischen komplett gelöschten Beitrages (ca. 1000 Euro)) hätten zusammen bei etwa 3800 Euro gelegen.

Die Kostennoten wurden zwar teilweise reduziert, aber letztlich treiben die Gerichts- und Anwaltskosten die Sache in die Höhe. Rainer bittet weiterhin um Spenden.

Bleibt festzuhalten: Abmahnungen sind teuer. Sich auf das Spiel einzulassen, dass sich der Abmahnanwalt die Kosten auf dem Klageweg holen muss, ist nicht ungefährlich. Darauf zu bauen, das der Abmahnanwalt davor zurückschreckt, ist wohl nur dann sinnvoll, wenn die Abmahnung offensichtlich blödsinnig und der Anwalt nicht so klagefreudig ist wie beispielsweise ein Herr Steinhöfel.