<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Reflexionsschicht &#187; mediales</title>
	<atom:link href="http://blog.tobias-haase.de/category/medien/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.tobias-haase.de</link>
	<description>Gedachtes, Gemeintes und Reflektiertes</description>
	<lastBuildDate>Thu, 29 Sep 2011 18:09:37 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Private Daten vs. öffentliche Daten</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2011/09/22/private-daten-vs-offentliche-daten/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2011/09/22/private-daten-vs-offentliche-daten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 17:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/?p=597</guid>
		<description><![CDATA[Spiegel Online versteht das Prinzip Wikileaks nicht: Julian Assanges Verhältnis zum Dogma der totalen Informationsfreiheit ist augenscheinlich gespalten. Einerseits pflegt der WikiLeaks-Gründer zu betonen, dass die Veröffentlichung geheimgehaltener Dokumente die Welt besser machen könne, spricht gern von einem &#8220;Kampf&#8221; den WikiLeaks führe, um &#8220;ein neues Verhältnis zwischen den Menschen und ihren Regierungen&#8221; herbeizuführen. Informationsbefreiung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="spiegel.de: Assange empört sich über seine Autobiografie" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,787725,00.html">Spiegel Online versteht das Prinzip Wikileaks nicht</a>:</p>
<blockquote><p>Julian Assanges Verhältnis zum Dogma der totalen Informationsfreiheit ist augenscheinlich gespalten. Einerseits pflegt der WikiLeaks-Gründer zu betonen, dass die Veröffentlichung geheimgehaltener Dokumente die Welt besser machen könne, spricht gern von einem &#8220;Kampf&#8221; den WikiLeaks führe, um &#8220;ein neues Verhältnis zwischen den Menschen und ihren Regierungen&#8221; herbeizuführen. Informationsbefreiung ist seine Mission.</p>
<p>Wenn es jedoch um ihn selbst geht, ist sein Bedürfnis nach totaler Informationsfreiheit weniger ausgeprägt &#8211; selbst, wenn es um Informationen geht, die er selbst ursprünglich freiwillig zur Verfügung gestellt hat.</p></blockquote>
<p>Das &#8220;Dogma der totalen Informationsfreiheit&#8221; galt schon immer nur für Informationen von Staaten, Regierungen, Behörden und Konzernen. Also solche Informationen, die für die Gesellschaft an sich relevant sind. Das Prinzip ist, dass Institutionen, die das öffentliche Leben bestimmen, keine Geheimnisse vor ihren Bürgern haben sollten. Im Gegensatz dazu muss der Bürger in der Lage sein, seine eigenen privaten Daten zu schützen. Das ist z.B. auch Bestandteil der <a title="ccc.de: hackerethics" href="http://ccc.de/hackerethics">Hackerethik</a>: &#8220;öffentliche Daten nützen, private Daten schützen&#8221;. Eigentlich gar nicht so schwer zu begreifen &#8211; außer man will es absichtlich falsch verstehen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2011/09/22/private-daten-vs-offentliche-daten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Film-Tipp: &#8220;Die 4. Revolution &#8211; Energy Automy&#8221;</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2011/05/04/film-tipp-die-4-revolution-energy-automy/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2011/05/04/film-tipp-die-4-revolution-energy-automy/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 03 May 2011 23:20:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltiges]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2011/05/04/film-tipp-die-4-revolution-energy-automy/</guid>
		<description><![CDATA[Der Film über die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien lief letztes Jahr im Kino und gestern abend auf Arte. Der Film ist toll bebildert und zeigt eine positive Vision einer nachhaltigen Energieversorgung. An verschiedenen Beispiele wird gezeigt, dass dei Energiewende schon heute möglich ist, auch gemacht werden muss und keine wie auch immer geartete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="de.wikipedia.org: Die 4. Revolution - Energy Autonomy" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_4._Revolution_%E2%80%93_Energy_Autonomy">Der Film</a> über die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien lief letztes Jahr im Kino und <a title="arte.tv: Thema: Freie Energie für alle" href="http://www.arte.tv/de/Die-Welt-verstehen/Thema--Freie-Energie-fuer-alle_21/3863934.html">gestern abend auf Arte</a>. Der Film ist toll bebildert und zeigt eine positive Vision einer nachhaltigen Energieversorgung. An verschiedenen Beispiele wird gezeigt, dass dei Energiewende schon heute möglich ist, auch gemacht werden muss und keine wie auch immer geartete Brückentechnologie (Atomkraft, CO2-Abscheidung) nötig ist.</p>
<p>Zu sehen ist ein großartiger und engagierter <a title="de.wikipedia.org: Hermann Scheer" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Scheer">Hermann Scheer</a>, der sich schon seit langem mit der Energiewende beschäftigte und der leider letztes Jahr überraschend gestorben ist.<br />
So langsam kommt das Thema erneuerbare Energien ja in der Gesellschaft an und wie so eine Zukunft aussehen kann, zeigt dieser Film in positiver Weise &#8211; jenseits der etwas kleinkarierten <a title="Es wird teurer werden" href="http://blog.tobias-haase.de/2011/04/18/es-wird-teurer-werden/">Diskussion</a>, um wieviel Euro der Strompreis pro Jahr nun steigen wird durch den Atomausstieg. Es geht ums Ganze: wie kriegen wir einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien hin, welche Schritte sind dafür nötig, wie wird sich die Art der Stromerzeugung (dezentraler und kleinteiliger) und des -verbrauchs (weniger!) verändern.</p>
<p>Für die nächsten 7 Tage ist der noch in der Mediathek von Arte <a href="http://videos.arte.tv/de/videos/die_4_revolution-3863244.html">abrufbar</a> und ansonsten gibt es <a title="Die offizielle Website zum Film" href="http://www.4-revolution.de/">den Film auch auf DVD</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2011/05/04/film-tipp-die-4-revolution-energy-automy/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Meine tagesschau.de-Links funktionieren nicht mehr</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 18:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/</guid>
		<description><![CDATA[Nicht nur &#8220;meine&#8221; Links funktionieren nicht mehr, sondern viele Links zu tagesschau.de funktionieren nicht mehr. Weil die ARD gemäß dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen Haufen ihrer Inhalte aus dem Netz nehmen musste. Eigentlich eine absurde Situation: die Informationssuche findet größtenteils im Internet statt, die öffentlich-rechtlichen Sender aber müssen ihre bereits vom Gebührenzahler bezahlten Inhalte nach einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur &#8220;meine&#8221; Links funktionieren nicht mehr, sondern viele Links zu tagesschau.de funktionieren nicht mehr. Weil die ARD gemäß dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag einen Haufen ihrer Inhalte <a title="netzpolitik.org: Absurdistan: ARD startet Löschaktion für Online-Inhalte" href="http://www.netzpolitik.org/2010/absurdistan-ard-startet-loeschaktion-fuer-online-inhalte/">aus dem Netz nehmen musste</a>.</p>
<p>Eigentlich eine absurde Situation: die Informationssuche findet größtenteils im Internet statt, die öffentlich-rechtlichen Sender aber müssen ihre bereits vom Gebührenzahler bezahlten Inhalte nach einer <a title="tagesschau.de: Warum Sie nicht mehr finden, was Sie suchen" href="http://www.tagesschau.de/hilfe/rundfunkstaatsvertrag/rundfunkaenderungsstaatsvertrag112.html">kurzen Frist</a> wieder offline nehmen. Ich oute mich mal indem ich sage, ich zahle aus Überzeugung meine Rundfunkgebühren, weil ich denke, dass das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem eine gute Sache ist (bei aller berechtigten Kritik daran). Und trotzdem darf ich mir diese Dinge nach ein paar Wochen nicht mehr ansehen oder anhören. Da stimmt doch was nicht. Stattdessen sollte es ein offenes Archiv geben, in dem alle Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen gespeichert sind &#8211; für alle Zeit.</p>
<p>Die Lobbyisten der Printmedien hatten zwar <a title="zapp: Umstritten - Politiker wollen Onlineangebot von ARD und ZDF beschränken" href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/internet/zapp694.html">die Hand an der Feder</a>, die den Gesetzestext zum Rundfunkstaatsvertrag schrieb, einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Rettung wird diese Löschaktion trotzdem nicht liefern. Stattdessen werden schon bezahlte Inhalte aus dem Netz getilgt und die Leute gucken auf leere 404-Fehlerseiten. Und denen geht das Gelösche <a title="heise.de: ARD sieht Online-Angebote regelkonform ausgestaltet – Verleger protestieren" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-sieht-Online-Angebote-regelkonform-ausgestaltet-Verleger-protestieren-1042200.html">noch nicht mal weit genug</a>.<br />
Wenn ich irgendwohin einen Link setze, dann denke ich mir ja was dabei. Dann steht da auf der Seite etwas, das zum Inhalt des Blogpostings passt, das ihn ergänzt, vertieft und verdeutlicht, vielleicht ergibt der Eintrag ohne die verlinkte Seite nicht mal Sinn.</p>
<p><small>(Ich weiß, dass die Löschung schon im Juni stattfand. Aufgeregt habe ich mich schon damals darüber, fand aber jetzt erst Zeit, darüber zu schreiben.)</small></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Atomgetriebene Brisanz</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/17/atomgetriebene-brisanz/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/17/atomgetriebene-brisanz/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 22:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/09/17/atomgetriebene-brisanz/</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin nun sicherlich kein Freund der Atomenergie, aber man muss auch nicht gleich aus dem Häuschen geraten, wenn irgendwo das Stichwort Atomkraft fällt. Und erst recht muss man keinen Skandal aus etwas machen, das kein Skandal ist. So wie die Financial Times Deutschland (FTD) am gestrigen Mittwoch. Angeblich hält Frau Schavan vom Bundesbildungsministerium eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nun <a title="Atomenergie ist alles andere als öko" href="http://blog.tobias-haase.de/2008/07/02/atomenergie-ist-alles-andere-als-oeko/">sicherlich kein Freund der Atomenergie</a>, aber man muss auch nicht gleich aus dem Häuschen geraten, wenn irgendwo das Stichwort Atomkraft fällt. Und erst recht muss man keinen Skandal aus etwas machen, das kein Skandal ist. So wie die Financial Times Deutschland (FTD) <a title="ftd.de: Schavan hält Atomstudie zurück" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:brisantes-gutachten-schavan-haelt-atomstudie-zurueck/50010078.html">am gestrigen Mittwoch</a>.</p>
<p>Angeblich hält Frau Schavan vom Bundesbildungsministerium eine &#8220;Atomstudie&#8221; bis nach der Bundestagswahl zurück, weil ihr die Ergebnisse dieses &#8220;brisanten Gutachtens&#8221; (mehr AKWs, Endlager in BaWü) nicht passen. Daran ist so ziemlich alles falsch.</p>
<p>- Die Studie ist keine Atomstudie sondern ein &#8220;Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm für Deutschland&#8221;. Darin kommt naturgemäß die Atomenergie als Möglichkeit der Energieversorgung vor. Die Autoren der Studie beschreiben auch, dass die neuen AKWs der 4. Generation sicherer und effizienter sind, sodass weniger Uran verbraucht wird und am Ende weniger Atommüll anfällt. Das klingt alles recht begeistert und die Probleme mit der Endlagerung werden zwar angesprochen, aber imho nicht ausreichend stark gewichtet. Trotzdem: ein &#8220;unverhohlenes Plädoyer&#8221; bzw. eine &#8220;Preisung&#8221; neuer AKWs, wie von der FTD behauptet, erkenne ich darin nicht. Als mögliche Endlagerstätten werden &#8211; neben den Salzstöcken wie z.B. in Gorleben &#8211; auch &#8220;Tonsteinformationen&#8221; erwähnt. Damit deutlich, dass die Beschränkung der Endlagersuche auf Salzstöcke eine politische und keine wissenschaftliche Gründe hat. Tonsteinsedimente gibt es auch in BaWü und vielleicht auch in anderen unionsregierten Ländern, die zwar Atomenergie toll finden, aber von einem Endlager in ihrem Bundesland nichts wissen wollen.<br />
Neben der Atomkraft (5 von 61 Seiten) nehmen erneuerbare und fossile Energien und die Energieeffizienzsteigerung breiten Raum ein.</p>
<p>- Frau Schavan hält die Studie nicht unter Verschluss bis nach der Bundestagswahl, sondern die Institutionen, von denen die Studie erarbeitet worden ist, <a title="acatech.de: Stellungnahme zu Berichten über ein Energieforschungskonzept" href="http://www.acatech.de/de/aktuelles-presse/presseinformationen-news/news-detail/article/stellungnahme-zu-berichten-ueber-ein-energieforschungskonzept/229.html">haben sich darauf verständigt</a>, die Ergebnisse erst nach der Wahl (am 15. Oktober) vorzustellen, um eine möglichst ruhige Diskussion zu ermöglichen. Das klingt für mich plausibel, denn dass das Gutachten im Wahlkampf offenbar wirklich nicht sachlich diskutiert werden kann, zeigen ja jetzt die Reaktionen. Frau Schavan dürfte die Verschiebung der Gutachtenpräsentation allerdings ganz gelegen gekommen sein: eine Atom- und Endlagerdebatte kann die CDU nicht gebrauchen.<br />
Von einer Verschlusssache kann auch deshalb keine Rede sein, weil eine Zusammenfassung (&#8220;Executive Summary&#8221;) der Studie auf der Seite der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften <a title="acatech.de: Konzept für ein integriertes Energieforschungsprogramm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung" href="http://www.acatech.de/?id=750">einsehbar ist</a>. (Nachtrag: Offenbar wurde die  Studie erst <em>nach</em> der Diskussion  gestern nachmittag online gestellt [<a href="http://netzpolitik.org/2009/konzept-integriertes-energieforschungsprogramm/">siehe Kommentar Nr. 25 bei netzpolitik.org</a>, leider nicht direkt verlinkbar])</p>
<p>Alles in allem ist das Gutachten, soweit man das aus der Zusammenfassung ablesen kann, nicht &#8220;brisant&#8221; (aber interessant und diskussionswürdig, weil der Schwerpunkt imho zu wenig auf erneuerbaren Energie liegt) und mit Sicherheit <a title="Blog(über)reaktionen I" href="http://rivva.de/http://www.ftd.de/politik/deutschland/50010078.html">keine</a> <a title="Blog(über)reaktionen II" href="http://rivva.de/http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649292,00.html">Aufregung</a> über eine vermeintliche &#8220;Atomstudie&#8221; wert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/17/atomgetriebene-brisanz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>24h Berlin</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/06/24h-berlin/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/06/24h-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 13:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/09/06/24h-berlin/</guid>
		<description><![CDATA[Das Wochenende mit seinem schlechten, regnerischen Wetter bot sich ja geradezu an zum fernsehen. Das haben wir dann, neben Keller ausmisten, auch getan. Auf Arte und dem RBB lief gestern 24 Stunden lang die Doku &#8220;24 h Berlin &#8211; Ein Tag im Leben &#8220;. Eine Dokumentation, 1440 Minuten lang, &#252;ber einen Tag im Leben von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Wochenende mit seinem schlechten, regnerischen Wetter bot sich ja geradezu an zum fernsehen. Das haben wir dann, neben Keller ausmisten, auch getan.<br />
Auf <a title="24h Berlin auf Arte ..." href="http://www.arte.tv/de/2073596.html">Arte</a> und dem <a title="... und dem RBB" href="http://rbb-online.de/themen/dossiers/24h_berlin/24h_berlin/24h_berlin.html">RBB</a> lief gestern 24 Stunden lang die Doku &#8220;<a title="Website von 24h in Berlin" href="http://www.24hberlin.tv/">24 h Berlin &#8211; Ein Tag im Leben</a> &#8220;. Eine Dokumentation, 1440 Minuten lang, &uuml;ber einen Tag im Leben von Menschen in Berlin.</p>
<p>Die Doku zieht einen in den Bann. Der besondere Reiz an die 24-Stunden-Echtzeit-Doku ist die Gleichzeitigkeit des Guckens und die Handlung in der Doku selbst. Wenn es 10.30 Uhr in der Realit&auml;t ist, ist es bei den Menschen in der Reportage auch gerade 10.30 Uhr. Faszinierend.</p>
<p>Auch ohne die Gleichzeitigkeit ist die Doku an sich ein Highlight. Der Film r&auml;umt den Protogonisten breiten Raum ein, beobachtet sie, l&auml;sst sie zu Wort kommen, h&ouml;rt ihnen zu, aber stellt sie nie blo&szlig;; die Kamera hat den Blick f&uuml;r Details. Die Off-Kommentare sind zur&uuml;ckhaltend, erkl&auml;ren die Szenerie oder die Location, fassen zusammen, leiten &uuml;ber. Es ist nie Gelaber. Und es sind gute Sprecher, besonders gefallen hat mir Axel Milberg mit seinem lapidar-ironischen Unterton.<br />
Dazu kommt eine gute Musikuntermalung (auch wenn die chillige Synthie-Musik nicht jedermanns Geschmack treffen d&uuml;rfte), die Szenen werden gut miteinander verwoben, statt schneller Schnitte gibt es eher lange Szenen. Zur &Uuml;berleitung sehen wir Szenen aus der Stadt, Menschen die Auto oder Rad fahren, laufen, essen, trinken oder wir sehen Berlin aus der Vogelperspektive. Auch die halbst&uuml;ndlichen &#8220;Nachrichten&#8221; mit den teilweisen kuriosen Statistiken lockern auf. Einzig die selbstgedrehten Videoclips h&auml;tte ich jetzt nicht haben m&uuml;ssen.</p>
<p>Alles in allem ist es eine sehr stimmige, sehr sch&ouml;ne Dokumentation eines Tages in Berlin und der Menschen in dieser Stadt geworden. Sch&ouml;n, dass Arte und der RBB f&uuml;r 24 Stunden ihr &uuml;bliches Programmschema &uuml;ber den Haufen geworfen haben, um diese Doku zu zeigen.</p>
<p>Wer&#8217;s verpasst hat, kann ab heute abend auf RBB <a title="rbb-online.de: Wiederholungstermine" href="http://rbb-online.de/fernsehen/projekte/24h_berlin/beitraege/03.html">sechs mal je vier Stunden</a> sehen. Oder es kann sich die <a title="rbb-online.de: 24h Berlin als Video" href="http://rbb-online.de/themen/dossiers/24h_berlin/24h_berlin/24hberlin_video_ondemand_verteilseite.html">Videostreams</a> angucken, leider nur in m&auml;&szlig;iger Bild- und Tonqualit&auml;t. Hinweise auf eine DVD konnte ich bisher noch nicht finden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/06/24h-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Scheingefechte</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/08/20/scheingefechte/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/08/20/scheingefechte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 22:13:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/08/20/scheingefechte/</guid>
		<description><![CDATA[Können wir uns bitte in diesem Wahlkampf noch einmal ernsthaften Themen zuwenden statt künstlich gemästete Säue durchs Dorf zu jagen?! Also statt der zum Skandal aufgeblasenen Sache um Ulla Schmidts Dienstwagen und die 18-Illusionsprozentpunkte-Umfrage. Es ist ja nicht so, dass uns die Themen fehlen. Explodierende Staatsverschuldung, Rezession, aller Voraussicht nach stark steigende Arbeitslosigkeit im kommenden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Können wir uns bitte in diesem Wahlkampf noch einmal ernsthaften Themen zuwenden statt künstlich gemästete Säue durchs Dorf zu jagen?!<br />
Also statt der zum Skandal <a title="egghat.blogspot.com: Ullala - Der 2. Teil der Pseudokrise" href="http://egghat.blogspot.com/2009/08/ullala-der-2-teil-der-pseudokrise.html">aufgeblasenen</a> <a title="weissgarnix.de: Medien-Eingeständnisse" href="http://www.weissgarnix.de/2009/08/18/medien-eingestandnisse/">Sache</a> um Ulla Schmidts Dienstwagen und die <a title="stefan-niggemeier.de: 18 Prozent" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/18-prozent/">18-Illusionsprozentpunkte-Umfrage</a>.</p>
<p>Es ist ja nicht so, dass uns die Themen fehlen. Explodierende Staatsverschuldung, Rezession, aller Voraussicht nach stark steigende Arbeitslosigkeit im kommenden Herbst bzw. nächsten Jahr, Afghanistan fliegt uns um die Ohren und das Banken- und Finanzsystems hat immer noch keine neuen Regeln verpasst bekommen, in unseren Ministerien sitzen Lobbyisten und schreiben ihre Gesetze selbst und <a title="heise.de: Klimawandel: Anstieg der Kohlendioxid-Emissionen beschleunigt" href="http://www.heise.de/newsticker/Klimawandel-Anstieg-der-Kohlendioxid-Emissionen-beschleunigt--/meldung/132580">am Horizont</a> dräut noch der Klimawandel.</p>
<p>Steinmeiers &#8220;Deutschlandplan&#8221; hätte ja als Diskussionsbeginn dienen können. Wir könnten mal darüber reden, wie wir in Zukunft leben wollen, wie wir dieses Ziel erreichen können. Aber nicht mal im Angesicht dieser Wirtschaftskrise schaffen es unsere Politiker, eine Vision von der Zukunft zu entwerfen und dafür zu werben. Hier böten sich Chancen, sich voneinander abzugrenzen und Menschen zu begeistern. Wenn von Obamas erfolgreichem Wahlkampf geredet wird, dann wird das gerne mal auf Social Networks und seine Onlinekampagne reduziert. Nein, Obama hatte erst eine <a title="Visionär Obama" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/01/20/visionaer-obama/">Vision</a>, konnte damit Menschen begeistern und dann haben sie ihn unterstützt. Das ganze Internetgedöns war dann nur Mittel zum Zweck.<br />
Darum klappt auch der Onlinewahlkampf der deutschen Parteien nicht: keine Begeisterungsfähigkeit.</p>
<p>Und die Medien ziehen sich auch lieber auf Nebenkriegsschauplätze zurück, statt wichtige, relevante Themen zu recherchieren und verständlich aufzubereiten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/08/20/scheingefechte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Erweckung</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 18:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/</guid>
		<description><![CDATA[Etwas gutes hat die Netzsperrendiskussion ja auch: von mangelnder Relevanz von Blogs redet wohl zur Zeit niemand. Oder von einem Blogherbst bzw. Blogblues. Die knapp 135.000 Stimmen für die bisher erfolgreichste ePetition wäre ohne Blogosphäre (und auch Twitter) nie zustande gekommen, der kleine Achtungserfolg der Piratenpartei bei der Europawahl mit knapp 230.000 Stimmen &#8211; ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas gutes hat die Netzsperrendiskussion ja auch: von mangelnder Relevanz von Blogs redet wohl zur Zeit niemand. Oder von einem Blogherbst bzw. Blogblues. Die knapp 135.000 Stimmen für die bisher erfolgreichste <a title="Petition von Franziska Heine: Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">ePetition</a> wäre ohne Blogosphäre (und auch Twitter) nie zustande gekommen, der kleine Achtungserfolg der Piratenpartei bei der <a title="bundeswahlleiter.de: Ergebnis der Europawahl 2009" href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/EU_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/">Europawahl</a> mit knapp 230.000 Stimmen &#8211; ohne Blogs und Twitter undenkbar. Und überhaupt hätte es ohne Blogs keine argumentative Auseinandersetzung in diesem Ausmaße über die Netzsperren gegeben. Erst nach und nach sind die klassischen Medien aufgesprungen und haben die gebloggten Argumente aufgenommen. Die <a title="Die Netzsperren und die Unfähigkeit zur Kursumkehr" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/die-netzsperren-und-die-unfaehigkeit-zur-kursumkehr/">Entschärfung</a> des Zensursula-Gesetzes ist sicher auch auf die massive Kritik aus dem Internet zurückzuführen.</p>
<p>Angefangen hat es damals mit dem Gesetz zur <a title="Website des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Vorratsdatenspeicherung</a>. Wer darüber mehr wissen wollte, <em>musste</em> Blogs lesen. Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass die herkömmlichen Medien falsch, unausgewogen oder gar nicht über bestimmte Themen berichten, dann suchen sich diese Menschen eben andere Verbreitungswege. Das war damals beim nach 9/11 und beim Irakkrieg in den USA so, das ist heute bei Datenschutz-, Bürgerrechts- und Netzthemen in Deutschland der Fall. Dort drüben sind Blogs und Social Networks bereits eine relevante Größe, an der man nicht mehr vorbeikommt. Spätestens seit dem Wahlkampf von Obama ist das auch hier sichtbar.</p>
<p>Ich bin zuversichtlich, dass eine ähnlich einflussreiche Netzgemeinde in Deutschland auch möglich ist, es ist bereits jetzt eine <a title="Zunehmende Politisierung in den Blogs" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/07/zunehmende-politisierung-in-den-blogs/">beispiellose Politisierung</a> zu erkennen. Die kommende Bundestagswahl wird das wahrscheinlich noch nicht signifikant beeinflussen, aber die Zeit <a title="nerdcore.de: Das Gesetz für Netzsperren ist beschlossen: Meine Unabhängigkeitserklärung des Internets von der deutschen Politik" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">wird</a> <a title="metronaut.de: Freiheit ist es wert, niemals zu resignieren" href="http://www.metronaut.de/?p=925">kommen</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Hysterie um RTLs &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; &#8211; und wie es auch anders geht</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/03/hysterie-um-rtls-erwachsen-auf-probe-und-wie-es-auch-anders-geht/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/03/hysterie-um-rtls-erwachsen-auf-probe-und-wie-es-auch-anders-geht/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 17:27:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/?p=519</guid>
		<description><![CDATA[Heute morgen im Deutschlandfunk sprach Andreas Stopp, verantwortlicher Medienredakteur des Radiosenders, über das Dilemma in der Berichterstattung über die Sendung &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; von RTL: Würde man über die Sendung berichten, würde man der PR des Fernsehsenders in die Hände spielen; würde man hingegen nicht berichten, käme man dem Informationsauftrag nicht nach. Hmm, klingt nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute morgen im Deutschlandfunk <a title="dradio.de: 81. Gespräch mit Andreas Stopp zu Start der RTL-Doku-Serie Erwachsen auf Probe (MP3)" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/03/dlf_20090603_0744_56fc83a3.mp3">sprach</a> Andreas Stopp, verantwortlicher Medienredakteur des Radiosenders, über das Dilemma in der Berichterstattung über die Sendung <a title="rtl.de: Erwachsen auf Probe" href="http://www.rtl.de/tv/tv_984496.php">&#8220;Erwachsen auf Probe&#8221;</a> von RTL: Würde man über die Sendung berichten, würde man der PR des Fernsehsenders in die Hände spielen; würde man hingegen nicht berichten, käme man dem Informationsauftrag nicht nach.</p>
<p>Hmm, klingt nach einem wirklichen Dilemma. Ist es aber gar nicht. Man (= Journalist) könnte nämlich einerseits die Heucheleien des Senders und die Dramaturgie der Sendung beleuchten, um dann dabei möglicherweise festzustellen, dass alles halb so wild ist. Andererseits könnte man dabei auf Hysterie verzichten, um eben gerade nicht das Format spannender erscheinen zu lassen, als es in Wirklichkeit ist und wie es der PR von RTL gut in den Kram passt.</p>
<p>Geht nicht? Doch, geht. Stefan Niggemeier hat <a title="stefan-niggemeier.de: Erwachsen auf Probe" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/erwachsen-auf-probe/">zwei</a> <a title="faz.de: Heuchler auf allen Seiten: Die Hysterie um Erwachsen auf Probe" href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2009/06/02/heuchler-auf-allen-seiten-die-hysterie-um-erwachsen-auf-probe.aspx">lesenswerte</a>, informative aber vollkommen unaufgeregte Beiträge zu &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; geschrieben. Die Babys waren nie allein, die Mütter immer in unmittelbarer Nähe, die Kinder haben keinen offenkundigen Schaden erlitten, die Protagonisten werden nicht lächerlich gemacht &#8230; und RTL will mit dem Format nicht die Welt retten sondern Geld verdienen. Also nichts, was die Hysterie rechtfertigen würde.</p>
<p>Dabei gäbe es im Zusammenhang mit solchen Sendungen durchaus Diskussionsbedarf, jenseits von Geschmacks- oder Moralfragen:</p>
<blockquote><p>Manche halten die Aufregung um &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; für den Anfang einer überfälligen Debatte über die Werte und Grenzen des Fernsehens heute. Aber dafür müsste man schon das taube Festhalten an der eigenen Position bei kontinuierlicher Steigerung der Lautstärke mit einer solchen Debatte verwechseln.</p>
<p>Die Diskussion, ob eine solche Sendung ausgestrahlt werden darf oder verboten werden muss, verhindert die Frage, in welcher Form sich das Fernsehen brisanten Themen und der Lebenswirklichkeit widmen sollte und wie es seiner Verantwortung gegenüber den Protagonisten gerecht wird. Das wären Fragen, die nicht nur angesichts der Explosion von billigsten und höchst zweifelhaften Reality-Formaten im Tagesprogramm der Sender notwendig und brisant wären.</p>
<p>Von dem Geschrei über die Produktion von &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; bleibt, nüchtern betrachtet, vor allem eine sehr berechtigte Forderung: die Mitwirkung von Kindern bei Reality-Formaten zu regeln. Bislang gibt es nur Vorschriften für Dreharbeiten mit Kindern als Schauspielern. Sinnvoll wäre zum Beispiel die Pflicht, dass ein fachkundiger Betreuer vor Ort ist, der ausschließlich den Interessen der Kinder verpflichtet ist und nicht denen der Produktion. Eine solche, vom Jugendamt vermittelte Aufsicht könnte auch dann einschreiten, wenn die Eltern der Protagonisten sich vielleicht nicht trauen. Und er könnte, wenn &#8211; wie im Fall von &#8220;Erwachsen auf Probe&#8221; &#8211; umstritten ist, welche Bedingungen tatsächlich vor Ort herrschten, für Klarheit sorgen.</p>
<p>Könnten wir bitte darüber reden, wie wir das organisieren?</p>
<p>Ah, können wir nicht.</p></blockquote>
<p>Der Deutschlandfunk hat nach dem Gespräch mit Andreas Stopp <a title="dradio.de: Mutter mit 16 (MP3)" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/03/dlf_20090603_0749_75f38eb4.mp3">eine kleine Reportage</a> im Programm gehabt, in der es um minderjährige Mütter und ihre Probleme geht und wie der Staat ihnen hilft. Jenseits von RTL und Dramaturgie. So geht&#8217;s eben auch.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong>, nachdem ich die Sendung gesehen habe: Viel Lärm um nichts. Die Sendung ist keinen Skandal wert, man kann sie mögen oder auch nicht. Alles ist gemacht im Stil von Super-Nanny, Schuldnerberater Zwegat und &#8220;Teenager außer Kontrolle&#8221;. Auch der Sprecher ist der gleiche. Aber die Kessler nervt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/03/hysterie-um-rtls-erwachsen-auf-probe-und-wie-es-auch-anders-geht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/03/dlf_20090603_0744_56fc83a3.mp3" length="2816512" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/06/03/dlf_20090603_0749_75f38eb4.mp3" length="3238400" type="audio/mpeg" />
		</item>
		<item>
		<title>Winnenden</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/03/11/winnenden/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2009/03/11/winnenden/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2009 22:12:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[alltägliches]]></category>
		<category><![CDATA[mediales]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/03/11/winnenden/</guid>
		<description><![CDATA[Ich bin gespannt, wie lange es nach diesem Amoklauf dauert, bis wir wieder eine Egoshooter-Verbotsdebatte bekommen. Ha, es hat schon angefangen. Nachtrag (16.03.09): Es gibt aber auch die differenzierten Kommentare über sog. Killerspiele. Zwei Beispiele.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin gespannt, wie lange es <a title="sueddeutsche.de: Amoklauf eines Schülers mit 16 Toten" href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/767/461393/text/">nach diesem Amoklauf</a> dauert, bis wir <a title="Killerspiele und Journalismus" href="http://blog.tobias-haase.de/2007/02/26/einmal-mehr-killerspiele-und-journalismus/">wieder</a> eine Egoshooter-Verbotsdebatte bekommen.<br />
Ha, es hat schon <a title="Hart aber fair: Schule der Angst - was macht Kinder zu Amokläufern?" href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2009/20090311.php5?akt=1">angefangen</a>.</p>
<p><strong>Nachtrag (16.03.09):</strong> Es gibt aber auch die differenzierten Kommentare über sog. Killerspiele.<a title="zeit.de: Zu schnell geschossen" href="http://www.zeit.de/online/2009/12/killerspiele-verbot-winnenden-waffen?page=all"> Zwei</a> <a title="taz.de: World Of Bullshit" href="http://www.taz.de/1/leben/alltag/artikel/1/world-of-bullshit/">Beispiele</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2009/03/11/winnenden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Scharmützel in Hessen</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2008/03/10/scharmuetzel-in-hessen/</link>
		<comments>http://blog.tobias-haase.de/2008/03/10/scharmuetzel-in-hessen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Mar 2008 21:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2008/03/10/scharmuetzel-in-hessen/</guid>
		<description><![CDATA[Ich weiß gar nicht so recht, wie ich die Situation in Hessen einschätzen soll. Die SPD dort macht Fehler, aber trotzdem: Zu sehr sieht mir das aufgebauscht aus; zu sehr riecht es nach Kampagne. Spiegel Online will mir seit Tagen einreden, Beck wäre am Ende, Ypsilanti reißt ihn in den Abgrund und die gesamte SPD [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich weiß gar nicht so recht, wie ich die Situation in Hessen einschätzen soll. Die SPD dort macht Fehler, aber trotzdem: Zu sehr sieht mir das aufgebauscht aus; zu sehr riecht es nach Kampagne. Spiegel Online will mir seit Tagen einreden, Beck wäre am Ende, Ypsilanti reißt ihn in den Abgrund und die gesamte SPD gleich hinterher.</p>
<p>Andererseits wird mir die angeblich so aufrechte Landtagsabgeordnete Metzger präsentiert, die sich allein ihrem Gewissen verpflichtet fühlt und deshalb nicht mit der Linken zusammenarbeiten will. Bei näherer Betrachtungsweise stellt sich aber heraus, dass Frau Metzger Ypsilanti ziemlich ins offene Messer laufen lassen hat. An der entscheidenen Fraktionssitzung, in der Frau Ypsilanti die Gefolgschaft der Landtagsfraktion für ihren Plan einer Minderheitsregierung unter Zusammenarbeit mit der Linken ausloten wollte, <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1300324" title="fr-online.de: Dagmar Metzger durchbricht Ypsilantis Strategie">wegen eines Urlaubs nicht teilgenommen hat</a>. Von den anwesenden Abgeordneten kam kein Einspruch und so ging Frau Ypsilanti mit dem Plan, sich der Wahl zur Ministerpräsidentin zu stellen, an die Öffentlichkeit. Das Veto von Frau Metzger kam dann zuerst in die Presse als ins Ohr von Frau Ypsilanti. Sieht aber nach außen ziemlich dumm für Ypsilanti aus.</p>
<p>Dann versucht die SPD in Hessen, Frau Metzger wieder auf Linie zu bringen, rät ihr ein Mandatsverzicht an. Die Wirkung nach außen: Eine Aufrechte soll gebrochen werden. Die Schlagzeilen sind dementsprechend. So sehr ich Abgeordnete mag, die nach Gewissen und nicht nach Fraktions- oder Parteidisziplin abstimmen &#8211; so wenig gefällt mir Frau Metzger in der Rolle der aufrechten Abgeordneten. Durch ihr Schwänzen der sehr wichtigen Fraktionssitzung kam es erst dazu, dass Ypsilanti wie ein Idiot dasteht. (Und nicht wegen Metzgers Nein zur Zusammenarbeit mit der Linken. Wenn für Frau Metzger fundamentale Gründe gegen eine Zusammenarbeit mit der Linken sprechen, dann sagt man das frühzeitig und nicht erst, wenn der Zug schon Fahrt aufgenommen hat.)</p>
<p>All denjenigen, die eine Zusammenarbeit der SPD mit der Linken verteufeln, die schreiben jetzt umso wilder die SPD runter. Missverständnisse in Hessen, Beck hütet krank das Bett, die SPD weißt nicht so recht, wie sie mit der Linkspartei umgehen soll &#8211; besser geht es kaum, wenn man eine Kampagne gegen die SPD starten will. Und so wird einerseits die Grün-Schwarze Koalitionsabsicht in Hamburg als <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,539018,00.html" title="spiegel.de: Ein Hoch auf das neue Bürgertum!">Wiedervereinigung des Bürgertums</a> bejubelt, andererseits darf sich die SPD in einem Fünfparteiensystem keinen neuen Partner suchen.</p>
<p>Und natürlich reitet man immer noch auf auf dem vermeintlichen Wahlbetrug bzw. <a href="http://www.svenscholz.de/index.php/wortbruch/" title="svenscholz.de: Wortbruch?">Wortbruch</a> herum, dass Frau Ypsilanti vor der Wahl eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen hat. Der Ausschluss solch einer Zusammenarbeit war der Fehler von Ypsilanti, nicht aber ihr jetziger Wille zur Minderheitsregierung unter Zuhilfenahme der Stimmen der Linkspartei.<br />
Es gibt schlimmere Brüche von Wahlversprechen. Zumal die Einhaltung eines Nichtkoalitionsundnichtzusammenarbeitsversprechen eh nicht in den Händen der Gewählten liegt, sondern einzig die Wähler darüber entscheiden, wie die Mehrheitsverhältnisse liegen. Dann ist es an der Zeit, sich die Mehrheiten zu suchen, die man für eine Regierung braucht. Frau Ypsilanti tut das &#8211; wenn auch zugegebenermaßen recht ungeschickt.</p>
<p>Apropos Mehrheit: Was ist eigentlich so schlimm daran, wenn man der Frau Metzger ihren Willen lässt? SPD, Grüne und Linke <a href="http://www.wahlen.hessen.de/irj/Wahlen_Internet?rid=HMdI_15/Wahlen_Internet/nav/d26/d2670587-77f6-5f01-a3b2-1711505eb31b,c8810d13-6073-f711-aeb6-df144e9169fc,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=c8810d13-6073-f711-aeb6-df144e9169fc%26overview=true.htm&amp;uid=d2670587-77f6-5f01-a3b2-1711505eb31b" title="Landeswahlleiter: Offizielles Endergebnis">kommen auf 57 Stimmen</a>, 56 Stimmen sind die Mehrheit im hessischen Landtag. Es kommt also auf Metzger gar nicht an.<br />
Wenn man einerseits gewissens- statt linientreue Abgeordnete wünscht, darf man andererseits in der Presse nicht losplärren, wie wenig geschlossen doch Partei X agiert und wie wenig Führungsstärke Parteichef Y zeigt. Da ist doch ganz viel Heuchelei und Opportunismus von den Medien dabei.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.tobias-haase.de/2008/03/10/scharmuetzel-in-hessen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

