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	<title>Reflexionsschicht &#187; netzkulturelles</title>
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	<description>Gedachtes, Gemeintes und Reflektiertes</description>
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		<title>Private Daten vs. Ã¶ffentliche Daten</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2011/09/22/private-daten-vs-offentliche-daten/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 17:45:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Spiegel Online versteht das Prinzip Wikileaks nicht: Julian Assanges VerhÃ¤ltnis zum Dogma der totalen Informationsfreiheit ist augenscheinlich gespalten. Einerseits pflegt der WikiLeaks-GrÃ¼nder zu betonen, dass die VerÃ¶ffentlichung geheimgehaltener Dokumente die Welt besser machen kÃ¶nne, spricht gern von einem &#8220;Kampf&#8221; den WikiLeaks fÃ¼hre, um &#8220;ein neues VerhÃ¤ltnis zwischen den Menschen und ihren Regierungen&#8221; herbeizufÃ¼hren. Informationsbefreiung ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="spiegel.de: Assange empÃ¶rt sich Ã¼ber seine Autobiografie" href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,787725,00.html">Spiegel Online versteht das Prinzip Wikileaks nicht</a>:</p>
<blockquote><p>Julian Assanges VerhÃ¤ltnis zum Dogma der totalen Informationsfreiheit ist augenscheinlich gespalten. Einerseits pflegt der WikiLeaks-GrÃ¼nder zu betonen, dass die VerÃ¶ffentlichung geheimgehaltener Dokumente die Welt besser machen kÃ¶nne, spricht gern von einem &#8220;Kampf&#8221; den WikiLeaks fÃ¼hre, um &#8220;ein neues VerhÃ¤ltnis zwischen den Menschen und ihren Regierungen&#8221; herbeizufÃ¼hren. Informationsbefreiung ist seine Mission.</p>
<p>Wenn es jedoch um ihn selbst geht, ist sein BedÃ¼rfnis nach totaler Informationsfreiheit weniger ausgeprÃ¤gt &#8211; selbst, wenn es um Informationen geht, die er selbst ursprÃ¼nglich freiwillig zur VerfÃ¼gung gestellt hat.</p></blockquote>
<p>Das &#8220;Dogma der totalen Informationsfreiheit&#8221; galt schon immer nur fÃ¼r Informationen von Staaten, Regierungen, BehÃ¶rden und Konzernen. Also solche Informationen, die fÃ¼r die Gesellschaft an sich relevant sind. Das Prinzip ist, dass Institutionen, die das Ã¶ffentliche Leben bestimmen, keine Geheimnisse vor ihren BÃ¼rgern haben sollten. Im Gegensatz dazu muss der BÃ¼rger in der Lage sein, seine eigenen privaten Daten zu schÃ¼tzen. Das ist z.B. auch Bestandteil der <a title="ccc.de: hackerethics" href="http://ccc.de/hackerethics">Hackerethik</a>: &#8220;Ã¶ffentliche Daten nÃ¼tzen, private Daten schÃ¼tzen&#8221;. Eigentlich gar nicht so schwer zu begreifen &#8211; auÃŸer man will es absichtlich falsch verstehen.</p>
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		<title>Zensursulas Netzsperrengesetz wird aufgehoben</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 20:39:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogosphÃ¤risches]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wurde beschlossen und dann in der Anwendung ausgesetzt, jetzt soll es r&#252;ckg&#228;ngig gemacht werden: Zensursulas Netzsperrengesetz. Ausgedacht und beschlossen hat es anno 2009 die Gro&#223;e Koalition, federf&#252;hrend dabei von der CDU nat&#252;rlich Ursula von der Leyen und von der SPD Brigitte Zypries. Es folgte ein gro&#223;e Politisierung und Mobilisierung der Netzszene. Nach dem Regierungswechsel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es wurde <a title="Netzsperren und die Unf&auml;higkeit zur Kursumkehr" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/die-netzsperren-und-die-unfaehigkeit-zur-kursumkehr/">beschlossen</a> und dann in der Anwendung ausgesetzt, <a title="heise.de: Aus f&uuml;r Zensursula und Websperren: Das Problem an der Wurzel packen" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Aus-fuer-Zensursula-und-Websperren-Das-Problem-an-der-Wurzel-packen-1222817.html">jetzt</a> soll es r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht werden: Zensursulas Netzsperrengesetz. Ausgedacht und beschlossen hat es anno 2009 die Gro&szlig;e Koalition, federf&uuml;hrend dabei von der CDU nat&uuml;rlich Ursula von der Leyen und von der SPD Brigitte Zypries. Es folgte ein gro&szlig;e <a title="Erweckung" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/">Politisierung und Mobilisierung</a> der Netzszene.<br />
Nach dem Regierungswechsel kam es dann erstmal nur Nichtanwendung des Gesetzes und die Praxis des &#8220;L&ouml;schen statt Sperren&#8221; sollte ausprobiert werden.</p>
<p>Das Ergebnis dieser Evaluation kann nicht weiter &uuml;berraschen, weil der AK Zensur <a title="AK Zensur: L&ouml;schen funktioniert" href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">es schon gezeigt</a> hatte: <a title="heise.de: eco: Kampf gegen Kinderpornografie im Web erfolgreich" href="http://www.heise.de/meldung/eco-Kampf-gegen-Kinderpornografie-im-Web-erfolgreich-1171092.html">das L&ouml;schen</a> <a title="heise.de: Kampf gegen Kinderpornos: BKA-Zahlen belegen den Erfolg von l&ouml;schen statt sperren" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kampf-gegen-Kinderpornos-BKA-Zahlen-belegen-den-Erfolg-von-loeschen-statt-sperren-1210432.html">funktioniert</a>. Nach 4 Wochen sind 99% der Inhalte nicht mehr erreichbar. Das musste nun sogar unser CSU-Innenminister Friedrich <a title="dradio.de: L&ouml;schen statt sperren" href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1429869/">einsehen</a>. Hinterher hei&szlig;t es dann vom CSUler, man sei immer schon f&uuml;rs L&ouml;schen gewesen. Was nat&uuml;rlich nicht stimmt. Der AK Zensur hat aber schon recht, wenn er von einem <a title="ak-zensur.de: Erfolg der Vernunft: Gesetz zu Internet-Sperren wird aufgehoben" href="http://ak-zensur.de/2011/04/sperren-weg.html">&#8220;Erfolg der Vernunft&#8221;</a> spricht.</p>
<p>Auch hier sehen wir wieder das Prinzip, Gesetze gegen die Vernunft, gegen den Rat von Fachleuten und damit wider besseres Wissen zu erlassen. Wieder, weil es ja schon beim <a title="Unglaubw&uuml;rdige Wendeman&ouml;ver in der Atomfrage" href="http://blog.tobias-haase.de/2011/03/30/unglaubwuerdige-wendemanoever-in-der-atomfrage/">Atomausstiegsrumgeeier</a> so war. Insofern gab es wirklich einen <a title="notes.computernotizen.de: Netzsperren: Drei verpasste Jahre" href="http://notes.computernotizen.de/2011/04/06/netzsperren-drei-verpasste-jahre/">&#8220;Aufbaustudiengang Realpolitik&#8221;</a>.</p>
<p>Ich glaube allerdings nicht daran, dass sich das Thema Netzsperren damit erledigt hat. Es wird wieder ein Vorwand ergeben und dann ist das Ding wieder auf der Tagesordnung. Und an der Vorratsdatenspeicherungsfront geht es ja immer noch weiter.</p>
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		<title>Wikileaks und die dÃ¼nne Decke der Demokratie</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Dec 2010 22:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[merkwÃ¼rdiges]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Nur kurz zu Wikileaks: Stellen wir uns doch mal fÃ¼r einen kurzen Moment vor, Wikileaks wÃ¤re eine Plattform der iranischen oder chinesischen Opposition und sie hÃ¤tten Interna aus deren Regierungen verbreitet und jetzt wÃ¼rde eine Jagd auf diese Organisation/Personen stattfinden. Holla, da wÃ¤re was los. Presse und westliche Staaten wÃ¼rden sich ohne Ausnahme auf die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nur kurz zu <a title="Wikileaks" href="http://46.59.1.2/">Wikileaks</a>: Stellen wir uns doch mal fÃ¼r einen kurzen Moment vor, Wikileaks wÃ¤re eine Plattform der iranischen oder chinesischen Opposition und sie hÃ¤tten Interna aus deren Regierungen verbreitet und jetzt wÃ¼rde eine Jagd auf diese Organisation/Personen stattfinden. Holla, da wÃ¤re was los. Presse und westliche Staaten wÃ¼rden sich ohne Ausnahme auf die Seite der Leaker schlagen und die undemokratischen Machenschaften der Staaten geiÃŸeln.</p>
<p><a title="youtube.com: KenFM (Sendung auf Radio Fritz vom RBB) Ã¼ber Wikileaks" href="http://www.youtube.com/watch?v=HVJAUECLdo8">Jetzt kurzer RealiÃ¤tscheck</a>: die Regierung USA halten die VerÃ¶ffentlichung fÃ¼r illegal und daraufhin wird die Domain <a title="netzpolitik.org: DNS-Provider nimmt wikileaks.org vom Netz" href="http://www.netzpolitik.org/2010/dns-provider-nimmt-wikileaks-org-vom-netz/">wikileaks.org abgeschaltet</a>, <a title="netzpolitik.org: Amazon vs Wikileaks: Wir sind irgendwie unschuldig" href="http://www.netzpolitik.org/2010/amazon-vs-wikileaks-wir-sind-irgendwie-unschuldig/">Amazon schmeiÃŸt die Wikileaks von ihren Servern</a>, <a title="heise.de: PayPal sperrt Spendenkonto von Wikileaks" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/PayPal-sperrt-Spendenkonto-von-Wikileaks-1147516.html">Paypal kÃ¼ndigt das Konto</a>, ebenso <a title="news.cnet.com: MasterCard pulls plug on WikiLeaks payments" href="http://news.cnet.com/8301-31921_3-20024776-281.html">Mastercard</a>, <a title="bcc.co.uk: Wikileaks' Visa payments suspended" href="http://www.bbc.co.uk/news/business-11938320">Visa</a> und die schweizerische <a title="nzz.ch: Postfinance kÃ¼ndigt Wikileaks" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/schweiz/postfinance_kuendigt_wikileaks_1.8579139.html">Postfinance</a>. Und dann gibt es da noch einen internationalen Haftbefehl gegen Julian Assange wegen Sex ohne Kondom, <a title="alles-schallundrauch.blogspot.com: Was in Schweden als Vergewaltigung gilt" href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/12/was-in-schweden-als-vergewaltigung-gilt.html">was in Schweden als Vergewaltigung ausgelegt werden kann</a>. Das passiert alles ohne politischen Druck aus den USA &#8211; natÃ¼Ã¼Ã¼rlich. Die Unternehmen berufen sich schlieÃŸlich nur auf ihre AGBs: Wikileaks hat was illegales getan und sowas dÃ¼rfen wir nicht unterstÃ¼tzen. Punkt. FrÃ¼her wurde IllegalitÃ¤t mal von Gerichten festgestellt, heute regiert der vorauseilende Gehorsam.</p>
<p>Die Decke der Kultur aus Meinungsfreiheit, Rechtsstaat und demokratischer Republik ist offenbar doch ziemlich dÃ¼nn.</p>
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		<title>ErschÃ¼tterungen der Macht bei Wikileaks</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/09/29/erschuetterungen-der-macht-bei-wikileaks/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 17:54:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Wikileaks scheint offenbar in unruhiges Fahrwasser geraten zu sein. Der deutsche Sprecher hat hingeworfen und irgendwie wurde er auch schon vor einem Monat vom Wikileaks-Chefsprecher Julian Assange suspendiert. Und offenbar gibt es Unmut innerhalb von Wikileaks Ã¼ber den Stil von Assange, der als selbstgefÃ¤lliger Autokrat hingestellt wird. Damit dÃ¼rfte wohl eins erreicht sein: der Glaube [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wikileaks scheint offenbar in unruhiges Fahrwasser geraten zu sein. Der deutsche Sprecher hat <a title="netzpolitik.org: Daniel Schmitt steigt bei Wikileaks aus" href="http://www.netzpolitik.org/2010/daniel-schmitt-steigt-bei-wikileaks-aus/">hingeworfen</a> und irgendwie wurde er auch schon vor einem Monat vom Wikileaks-Chefsprecher Julian Assange suspendiert. Und offenbar gibt es <a title="wired.com: Unpublished Iraq War Logs Trigger Internal WikiLeaks Revolt" href="http://www.wired.com/threatlevel/2010/09/wikileaks-revolt/">Unmut innerhalb von Wikileaks</a> Ã¼ber den Stil von Assange, der als selbstgefÃ¤lliger Autokrat hingestellt wird.</p>
<p>Damit dÃ¼rfte wohl eins erreicht sein: der Glaube an die VerlÃ¤sslichkeit von Wikileaks schwindet. Nicht mal so sehr aus Sicht der Nutzer, sondern vielmehr aus der Sicht der potentiellen Whistleblower. Kein Informant wird sich mit Informationen, die ihm selbst den Job und noch viel mehr kosten kÃ¶nnen, an eine Plattform wenden, die einen unzuverlÃ¤ssigen Eindruck macht, die von einem Spinner kontrolliert wird.</p>
<p>Zwei Dinge sollte man im Hinterkopf behalten: Wikileaks tritt vielen MÃ¤chtigen auf die FÃ¼ÃŸe und somit sollte man Informationen Ã¼ber Wikileaks oder Assange immer mit einer gewissen Vorsicht genieÃŸen. Es kÃ¶nnte auch durchaus sein, dass gezielt Unruhe in Wikileaks-Truppe hineingetragen, gezielt vorhandene Konflikte geschÃ¼rt werden sollen, um Wikileaks zu schwÃ¤chen oder gar zu zerstÃ¶ren. Daraus will ich keine VerschwÃ¶rungstheorie basteln, nur sollte man eben im Hinterkopf behalten, dass Wikileaks &#8220;Feinde&#8221; hat.<br />
Zum anderen kann eine Plattform fÃ¼r Whistleblower nicht der uneingeschrÃ¤nkten Transparenz frÃ¶nen. Dadurch bleibt vieles im UngefÃ¤hren, vieles bleibt geheimnisvoll sumpfig. Oft nicht viel anders als das, was man an die Ã–ffentlichkeit bringt.</p>
<p>Bleibt zu hoffen, dass sich Wikileaks wieder fÃ¤ngt oder dass sich andere Whistlerblowerplattformen etablieren, vielleicht mit besseren, robusteren Strukturen im Innern. Ich halte solche Plattformen fÃ¼r Ã¤uÃŸerst wichtig in einer Demokratie.</p>
<p>[via: <a title="netzpolitik.org: Wikileaks War Logs: Wired verÃ¶ffentlicht neue Dokumente" href="http://www.netzpolitik.org/2010/wikileaks-war-logs-wired-veroffentlicht-neue-dokumente/">Netzpolitik</a>, ruhig auch die Kommentare dort lesen]</p>
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		<title>Artikel von tagesschau.de jetzt bei depub.org</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/09/14/artikel-von-tagesschau-de-jetzt-bei-depub-org/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 20:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich hatte ich ja Ã¼ber das Verschwinden meiner verlinkten tagesschau.de-Seiten gemosert. Jetzt hat sich jemand (wer?) daran gemacht und hat das tagesschau.de-Archiv (von 1999 an), das Ã¼ber BitTorrent im Umlauf war, auf einen Server gepackt. Es ist jetzt unter depub.org/tagesschau erreichbar. Neue Inhalte kommen wohl von nun an automatisch dazu. Und das scheint erst der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich hatte ich ja Ã¼ber das Verschwinden meiner verlinkten tagesschau.de-Seiten <a title="Meine tagesschau.de-Links funktionieren nicht mehr" href="http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/">gemosert</a>. Jetzt hat sich jemand (wer?) daran gemacht und hat das tagesschau.de-Archiv (von 1999 an), das Ã¼ber BitTorrent im Umlauf war, auf einen Server gepackt. Es ist jetzt unter <a title="depub.org: Depubliziertes tagesschau.de-Archiv" href="http://depub.org/tagesschau/">depub.org/tagesschau</a> erreichbar. Neue Inhalte kommen wohl von nun an automatisch dazu.</p>
<p>Und das scheint erst der Anfang zu sein. Es sollen nach und nach die anderen, ebenfalls aus dem Netz genommenen Inhalte der anderen Ã¶ffentlichen-rechtlichen Sender folgen.</p>
<p>Die Idee hinter <a title="depub.org: Depubliziertes" href="http://depub.org/">depub.org</a> ist super. Ã–ffentlich finanzierte Inhalte sollten Ã¶ffentlich zugÃ¤nglich sein und dann auch bleiben. Besser wÃ¤re es aber imho, wenn es dort passieren wÃ¼rde, wo die Inhalte entstehen &#8211; bei den Sendern selbst. Dort kann es redaktionell nachbearbeitet werden, dort kann es jeder leicht finden und dort ist auch Geld fÃ¼r das Hosting vorhanden.</p>
<p>[via: <a title="netzpolitik.org: Das depublizierte tagesschau.de-Archiv" href="http://www.netzpolitik.org/2010/das-depublizierte-tagesschau-de-archiv/">Netzpolitik.org</a>]</p>
<p><strong>Nachtrag</strong> (15.09.10): In meinem letzten Absatz fehlte noch ein Punkt: weil dort auch die Urheberrechte liegen. Und deshalb hat <a title="carta.info: NDR will mit â€œallen juristischen Mittelnâ€? gegen Depub.org vorgehen" href="http://carta.info/33886/ndr-will-mit-allen-juristischen-mitteln-gegen-depub-org-vorgehen/">Carta</a> heute beim NDR nachgefragt und dort ist man nicht erfreut Ã¼ber depub.org. Man wolle &#8220;mit allen juristischen Mitteln [...] vorgehen, soweit dies mÃ¶glich ist&#8221;. Naja, wild entschlossen klingt es nun nicht, vielleicht will man auch vorerst mal nicht verbal auf die Pauke hauen. Mal schauen was draus wird.</p>
<p><strong>Nachtrag</strong> (17.09.10): Zeit online hat <a title="zeit.de: &quot;Depub&quot; will alle Ã–ffentlich-Rechtlichen archivieren" href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-09/depub-depublizieren-interview?page=all">ein Interview</a> mit den Machern von depu.org. Und die <a title="presseportal.de: Vorsitzende des NDR Rundfunkrates zu depub.org" href="http://www.presseportal.de/pm/6561/1683767/ndr_norddeutscher_rundfunk">Pressemitteilung des NDR</a> klingt eher wie ein &#8220;Wir finden die Aktion gut, aber dÃ¼rfen das nicht so offen sagen&#8221;-Statement. [via: <a title="blog.kooptech.de: Stellt sich der NDR hinter depub.org?" href="http://blog.kooptech.de/2010/09/stellt-sich-der-ndr-hinter-depub-org/">KoopTech</a>]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Google Street View und der Datenschutz &#8211; richtiges Thema, falsches Objekt</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/08/19/google-street-view-und-der-datenschutz-richtiges-thema-falsches-objekt/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 20:38:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[merkwÃ¼rdiges]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Google Street View las ich neulich einen guten Kommentar: Wenn ich als BÃ¼rger schon nicht verhindern kannâ€¦ dass in meinem neuen Reisepass FingerabdrÃ¼cke und per Funk lesbare RFID-Chips installiert werden dass meine Kontobewegungen Ã¼berwacht werden dass mein Kommunikationsverhalten registriert werden soll dass ich in vielen StÃ¤dten auf Schritt und Tritt von unzÃ¤hligen Ãœberwachungskameras gefilmt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu Google Street View las ich neulich <a title="dennis-knake.de: Google Street View: Die Stunde der Hypokriten" href="http://www.dennis-knake.de/2010/08/11/google-streetview-die-stunde-der-hypokriten/">einen guten Kommentar</a>:</p>
<blockquote><p>Wenn ich als BÃ¼rger schon nicht verhindern kannâ€¦</p>
<ul>
<li>dass in meinem <a title="de.wikipedia.org: Elektronischer Reisepass mit biometrischen Daten (ePass)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Biometrischer_Pass#Elektronischer_Reisepass_mit_biometrischen_Daten_.28ePass.29">neuen Reisepass</a> FingerabdrÃ¼cke und per Funk lesbare RFID-Chips installiert werden</li>
<li>dass meine <a title="de.wikipedia.org: SWIFT-Abkommen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/SWIFT-Abkommen">Kontobewegungen</a> Ã¼berwacht werden</li>
<li>dass mein <a title="nachrichten.t-online.de: Innenminister Huber fÃ¼r RÃ¼ckkehr zur Vorratsdatenspeicherung" href="http://nachrichten.t-online.de/innenminister-huber-fuer-rueckkehr-zur-vorratsdatenspeicherung/id_42394006/index">Kommunikationsverhalten registriert werden soll</a></li>
<li>dass ich in vielen StÃ¤dten auf Schritt und Tritt von unzÃ¤hligen Ãœberwachungskameras gefilmt werde</li>
<li>dass ich auf FlughÃ¤fen in Zukunft durch einen <a title="tagesspiegel.de: Hamburg testet KÃ¶rperscanner" href="http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/hamburg-testet-koerperscanner-/1900490.html">Nacktscanner</a> spazieren muss</li>
<li>dass MautbrÃ¼cken automatisch alle <a title="de.wikipedia.org: Automatische Nummernschilderkennung" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Automatische_Nummernschilderkennung#Entscheidung_des_Bundesverfassungsgerichts_am_11._M.C3.A4rz_2008">Autokennzeichen erfassen</a></li>
</ul>
<p>â€¦. dann will ich wenigstens einen riesen Aufriss machen, wenn jemand es wagt, meine Hausfassade zu fotografieren.</p></blockquote>
<p>Und ich mÃ¶chte ergÃ¤nzen: wenn in <a title="de.wikipedia.org: Payback" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Payback_%28Bonusprogramm%29#Unternehmen_und_Gesch.C3.A4ftszahlen">jedem 2. Haushalt eine Paybackkarte</a> <del>genutzt wird</del> vorhanden ist. Und man kÃ¶nnte die Liste ja <a title="wiki.vorratsdatenspeicherung.de: Themenfelder" href="http://wiki.vorratsdatenspeicherung.de/Kategorie:Themenfeld">noch weiter fortsetzen</a>: elektronische Gesundheitskarte (eCard), elektronischer Steuernachweis (ELENA), RFID-Chips, intelligente StromzÃ¤hler &#8230;</p>
<p>Ja, das ist wie bei den Nacktscanner damals. PlÃ¶tzlich gab es was zu sehen, das war was plakatives, was bildhaftes. Da kann man sich dann aufregen, kann ein bisschen mit den Ã„ngsten der Menschen spielen. Wobei &#8211; diesmal ist es anders. Damals ging es wirklich um die PrivatssphÃ¤re (nÃ¤mlich der mit technischen Mitteln Mensch, der sich vor dem Flughafenpersonal nackig machen muss), diesmal geht es nur um HÃ¤user(!)fassaden(!!).</p>
<p>Ich kann die <a title="blog.mathias-richel.de: Sie haben Jehova gesagt. Zur Streetview-Debatte." href="http://blog.mathias-richel.de/2010/08/19/sie-haben-jehova-gesagt-zur-streetview-debatte/">Aufregung</a> diesmal ehrlich nicht verstehen. Ich kann nicht verstehen, wie man wegen dem Abfotografieren von HÃ¤userfassaden so ein Fass aufmachen kann. Ich kann die Angst vor der Datenkrake Google nachvollziehen und ich bin auch fÃ¼r einen vorsichtigen Umgang mit Google (ich nutze nicht deren Maildienst oder Feedreader, Google Docs ist sicher ne tolle Sache, aber ich habe Bedenken, Google meine Dokumente anzuvertrauen, Cookies mit den SucheintrÃ¤gen lÃ¶scht der Firefox jedesmal wenn ich ihn schlieÃŸe). Und auch sonst sehe ich zu, dass ich keine allzu groÃŸe Datenspur im Internet hinterlasse. Aber Himmel, hier es geht um HÃ¤userfassaden. Die kann sowieso jeder sehen.</p>
<p>Was mich aber ein bisschen brechen lÃ¤sst, ist die Tatsache, dass sich Politiker jetzt plÃ¶tzlich als groÃŸe DatenschÃ¼tzer aufspielen. Sonst kacken die auf Datenschutz und legen Datensammlungen noch und nÃ¶cher an, wo kein Mensch nachher weiÃŸ, wohin die verschwinden und was damit gemacht wird und nun auf einmal wollen sie alle DatenschÃ¼tzer sein. Und morgen, wenn das Thema Street View gegessen ist, geht&#8217;s weiter mit der Datensammelei.<br />
Bei den Medien kaum anders: Ã¼ber Street View regt man sich auf, weil Google der groÃŸe Feind ist, der denen vermeintlich das GeschÃ¤ft versaut. Also wird druffjehauen. Ãœber die oben genannten wirklichen Datenskandale hat sich die Mainstreampresse nicht so echauffiert.</p>
<p>Nicht missverstehen: das Thema der Diskussion &#8211; nÃ¤mlich Datenschutz &#8211; ist ungeheuer wichtig und noch immer hat es nicht die Bedeutung, die ihm eigentlich zukommt. Datensammlungen in Datenbanken, mit allen MÃ¶glichkeiten der AnhÃ¤ufung, des Abgleichs, der unendlichen Speicherdauer und der den MÃ¶glichkeiten der DatenverknÃ¼pfung mÃ¼ssen diskutiert werden und es muss dafÃ¼r strenge Regeln geben. Datenvermeidung bzw. Datensparsamkeit ist hier das Stichwort. Aber das Objekt, an dem diskutiert wird &#8211; Google Street View &#8211; ist dafÃ¼r meines Erachtens denkbar ungeeignet.</p>
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		<title>Meine tagesschau.de-Links funktionieren nicht mehr</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/08/17/meine-tagesschau-de-links-funktionieren-nicht-mehr/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 18:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht nur &#8220;meine&#8221; Links funktionieren nicht mehr, sondern viele Links zu tagesschau.de funktionieren nicht mehr. Weil die ARD gemÃ¤ÃŸ dem 12. RundfunkÃ¤nderungsstaatsvertrag einen Haufen ihrer Inhalte aus dem Netz nehmen musste. Eigentlich eine absurde Situation: die Informationssuche findet grÃ¶ÃŸtenteils im Internet statt, die Ã¶ffentlich-rechtlichen Sender aber mÃ¼ssen ihre bereits vom GebÃ¼hrenzahler bezahlten Inhalte nach einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur &#8220;meine&#8221; Links funktionieren nicht mehr, sondern viele Links zu tagesschau.de funktionieren nicht mehr. Weil die ARD gemÃ¤ÃŸ dem 12. RundfunkÃ¤nderungsstaatsvertrag einen Haufen ihrer Inhalte <a title="netzpolitik.org: Absurdistan: ARD startet LÃ¶schaktion fÃ¼r Online-Inhalte" href="http://www.netzpolitik.org/2010/absurdistan-ard-startet-loeschaktion-fuer-online-inhalte/">aus dem Netz nehmen musste</a>.</p>
<p>Eigentlich eine absurde Situation: die Informationssuche findet grÃ¶ÃŸtenteils im Internet statt, die Ã¶ffentlich-rechtlichen Sender aber mÃ¼ssen ihre bereits vom GebÃ¼hrenzahler bezahlten Inhalte nach einer <a title="tagesschau.de: Warum Sie nicht mehr finden, was Sie suchen" href="http://www.tagesschau.de/hilfe/rundfunkstaatsvertrag/rundfunkaenderungsstaatsvertrag112.html">kurzen Frist</a> wieder offline nehmen. Ich oute mich mal indem ich sage, ich zahle aus Ãœberzeugung meine RundfunkgebÃ¼hren, weil ich denke, dass das Ã¶ffentlich-rechtliche Rundfunksystem eine gute Sache ist (bei aller berechtigten Kritik daran). Und trotzdem darf ich mir diese Dinge nach ein paar Wochen nicht mehr ansehen oder anhÃ¶ren. Da stimmt doch was nicht. Stattdessen sollte es ein offenes Archiv geben, in dem alle Inhalte der Ã–ffentlich-Rechtlichen gespeichert sind &#8211; fÃ¼r alle Zeit.</p>
<p>Die Lobbyisten der Printmedien hatten zwar <a title="zapp: Umstritten - Politiker wollen Onlineangebot von ARD und ZDF beschrÃ¤nken" href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/internet/zapp694.html">die Hand an der Feder</a>, die den Gesetzestext zum Rundfunkstaatsvertrag schrieb, einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Rettung wird diese LÃ¶schaktion trotzdem nicht liefern. Stattdessen werden schon bezahlte Inhalte aus dem Netz getilgt und die Leute gucken auf leere 404-Fehlerseiten. Und denen geht das GelÃ¶sche <a title="heise.de: ARD sieht Online-Angebote regelkonform ausgestaltet â€“ Verleger protestieren" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-sieht-Online-Angebote-regelkonform-ausgestaltet-Verleger-protestieren-1042200.html">noch nicht mal weit genug</a>.<br />
Wenn ich irgendwohin einen Link setze, dann denke ich mir ja was dabei. Dann steht da auf der Seite etwas, das zum Inhalt des Blogpostings passt, das ihn ergÃ¤nzt, vertieft und verdeutlicht, vielleicht ergibt der Eintrag ohne die verlinkte Seite nicht mal Sinn.</p>
<p><small>(Ich weiÃŸ, dass die LÃ¶schung schon im Juni stattfand. Aufgeregt habe ich mich schon damals darÃ¼ber, fand aber jetzt erst Zeit, darÃ¼ber zu schreiben.)</small></p>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung ist nicht grundsÃ¤tzlich verfassungswidrig</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/03/03/vorratsdatenspeicherung-ist-nicht-grundsaetzlich-verfassungswidrig/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 23:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Man merkt es schon an der Ãœberschrift: ich bin nicht begeistert vom gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung. Die Pressemitteilung zum Urteil trÃ¤gt den Titel &#8220;Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemÃ¤ÃŸ&#8221;. Und genau deshalb bin ich wenig begeistert. Das Gesetz ist so wie es jetzt ist, verfassungswidrig, nichtig, und alle aufgrund dieses Gesetzes gespeicherte Daten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man merkt es schon an der Ãœberschrift: ich bin nicht begeistert vom gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung.</p>
<p>Die <a title="Die Pressemitteilung zum Urteil" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html">Pressemitteilung</a> zum <a title="Die UrteilsbegrÃ¼ndung" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.htm">Urteil</a> trÃ¤gt den Titel &#8220;Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgemÃ¤ÃŸ&#8221;. Und genau deshalb bin ich wenig begeistert. Das Gesetz ist so <em>wie es jetzt ist</em>, verfassungswidrig, nichtig, und alle aufgrund dieses Gesetzes gespeicherte Daten sind sofort zu lÃ¶schen. Aber <em>grundsÃ¤tzlich</em> ist die anlasslose Speicherung aller Verbindungsdaten Ã¼ber einen Zeitraum von 6 Monaten verfassungsgemÃ¤ÃŸ.</p>
<p>Das BVerfG sagt mal wieder, dass in der Politik schlampig gearbeitet wurde, aber daran ist man inzwischen gewÃ¶hnt. Es werden ja in letzter Zeit reihenweise Gesetze in Karlsruhe kassiert. Ein bisschen Feintuning hier, eine Konkretisierung dort, eine EinschrÃ¤nkung da hinten und dann kann die neue Vorratsdatenspeicherung beginnen. Das eigentliche Ziel, nÃ¤mlich das massenhafte Speichern von unvermeidbaren Spuren der Telekommunikation ohne konkreten Anlass oder gar Verdacht fÃ¼r grundgesetzwidrig erklÃ¤ren zu lassen, wurde klar verfehlt.</p>
<p>FÃ¼r die Abmahnindustrie fiel auÃŸerdem noch ein Leckerli ab: Zwar dÃ¼rfen die Verbindungsdaten nur zu Abwehr schwerer Straftaten abgefragt und eingesetzt werden, fÃ¼r die Abfrage der IP-Adressen gilt das aber nicht. Hier sind die HÃ¼rden deutlich niedriger, sogar &#8220;gewichtige Ordnungswidrigkeiten&#8221; kÃ¶nnen genÃ¼gen. Ein Richtervorbehalt ist auch nicht nÃ¶tig. Die Musikindustrie <a title="musikindustrie.de: Urteil zur Vorratsdatenspeicherung ermÃ¶glicht fairen Ausgleich zwischen Datenschutz und Interessen von Rechteinhabern" href="http://www.musikindustrie.de/aktuell_einzel/back/84/news/urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-ermoeglicht-fairen-ausgleich-zwischen-datenschutz-und-interessen-v/">frohlockt dann auch bereits</a>.</p>
<p>Alles in allem also ein enttÃ¤uschendes Urteil.</p>
<p>Empfehlenswertes zum Weiterlesen:<br />
<a title="spiegelfechter.com: Die Vorratsdatenspeicherung ist tot, es lebe die Vorratsdatenspeicherung" href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/2048/die-vorratsdatenspeicherung-ist-tot-es-lebe-die-vorratsdatenspeicherung">Der Spiegelfechter</a><br />
<a title="ferner-alsdorf.de: BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung: Erste Anmerkungen" href="http://www.ferner-alsdorf.de/2010/03/bverfg-zu-vorratsdatenspeicherung-erste-anmerkungen-vds/">Rechtsanwalt Jens Ferner</a><br />
<a title="verfassungsblog.de: Vorratsdatenspeicherung: Kein Grund zum Jubeln" href="http://verfassungsblog.de/vorratsdatenspeicherung-kein-grund-zum-jubeln/">Jurist Max Steinbeis</a><br />
<a title="sueddeutsche.de: Gruslige Aussichten" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/577/504786/text/">Heribert Prantl in der SÃ¼ddeutschen Zeitung</a></p>
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		<title>Petition fÃ¼r Open Access</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/11/11/petition-fuer-open-access/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Lars Fischer hat eine Petition gestartet, in der gefordert wird, dass Ã¶ffentlich finanzierte Forschung allen BÃ¼rgern kostenlos zugÃ¤nglich gemacht wird. Lars erklÃ¤rt in einem Blogeintrag die Petition auch noch mal nÃ¤her. Zahlreiche Wissenschaftsorganisationen sind ebenfalls dafÃ¼r. Also: durchlesen und bei Zustimmung mitunterzeichnen. Sinn der Petition ist es, dass wissenschaftliche Artikel auch frei verfÃ¼gbar sein mÃ¼ssen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Blog von Lars Fischer" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog">Lars Fischer</a> hat eine <a title="Die Petition fÃ¼r Open Access" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922">Petition</a> gestartet, in der gefordert wird, dass Ã¶ffentlich finanzierte Forschung allen BÃ¼rgern kostenlos zugÃ¤nglich gemacht wird. Lars <a title="Fischblog: Kurz zu meiner ePetition Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2009-11-11/kurz-zu-meiner-epetition-kostenloser-erwerb-wissenschaftlicher-publikationen">erklÃ¤rt in einem Blogeintrag</a> die Petition auch noch mal nÃ¤her. <a title="Pressemitteilung des AktionsbÃ¼ndnis Urheberrecht fÃ¼r Bildung und Wissenschaft" href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung1209.html.de">Zahlreiche Wissenschaftsorganisationen</a> sind ebenfalls dafÃ¼r.<br />
Also: durchlesen und bei Zustimmung mitunterzeichnen.</p>
<p>Sinn der Petition ist es, dass wissenschaftliche Artikel auch frei verfÃ¼gbar sein mÃ¼ssen, wenn die Forschung dahinter mit Ã¶ffentlichen Gelder (was zum allerallergrÃ¶ÃŸten Teil der Fall ist) bezahlt worden ist. Im Normalfall ist es nÃ¤mlich so, dass wissenschaftliche AufsÃ¤tze (sog. &#8220;Paper&#8221;) in Fachzeitschriften publiziert werden. Der Zugang zu diesen Zeitschriften ist hÃ¤ufig nur gegen saftige AbogebÃ¼hren mÃ¶glich (oder gegen hohe GebÃ¼hren fÃ¼r einen einzigen Artikel). Wer keinen Zugang Ã¼ber die Uni oder eine Bibliothek hat, guckt in die RÃ¶hre. Das soll sich Ã¤ndern, indem alle Paper auch auf einem sinnigerweise zentralen Server frei zugÃ¤nglich gemacht werden &#8211; fÃ¼r jeden Interessierten.</p>
<p>Der beste Weg wÃ¤re es natÃ¼rlich, wenn alle Zeitschriften nur noch nach dem Open-Access-Modell funktionieren wÃ¼rden. Dahin ist es aber ein weiter Weg, weil Wissenschaftsverlage prÃ¤chtig am bisherigen Prinzip verdienen. Wissenschaftler suchen sich fÃ¼r ihre Publikationen das Journal mit dem hÃ¶chsten Ansehen (&#8220;Impact Factor&#8221;) aus, das jeweilige Access-Modell spielt dabei meist keine Rolle.<br />
Das zu Ã¤ndern ist aber langer Prozess, der aber schon begonnen hat. Das aber nur zur Information, das ist nicht Bestandteil der Petition.</p>
<p>Open Access sollte in einer Wissensgesellschaft eine SelbstverstÃ¤ndlichkeit sein &#8211; erst recht, wenn die Forschung von der Gesellschaft auch bezahlt wird.</p>
<p>[via: <a title="jensscholz.com: Petition: Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" href="http://www.jensscholz.com/2009/11/petition-kostenloser-erwerb.htm">Jens Scholz</a> und <a title="heise.de: Wissenschaftler setzen auf Bundestagspetition fÃ¼r Open Access" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wissenschaftler-setzen-auf-Bundestagspetition-fuer-Open-Access-855655.html">heise online</a>]</p>
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		<title>Erweckung</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Jun 2009 18:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas gutes hat die Netzsperrendiskussion ja auch: von mangelnder Relevanz von Blogs redet wohl zur Zeit niemand. Oder von einem Blogherbst bzw. Blogblues. Die knapp 135.000 Stimmen fÃ¼r die bisher erfolgreichste ePetition wÃ¤re ohne BlogosphÃ¤re (und auch Twitter) nie zustande gekommen, der kleine Achtungserfolg der Piratenpartei bei der Europawahl mit knapp 230.000 Stimmen &#8211; ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas gutes hat die Netzsperrendiskussion ja auch: von mangelnder Relevanz von Blogs redet wohl zur Zeit niemand. Oder von einem Blogherbst bzw. Blogblues. Die knapp 135.000 Stimmen fÃ¼r die bisher erfolgreichste <a title="Petition von Franziska Heine: Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">ePetition</a> wÃ¤re ohne BlogosphÃ¤re (und auch Twitter) nie zustande gekommen, der kleine Achtungserfolg der Piratenpartei bei der <a title="bundeswahlleiter.de: Ergebnis der Europawahl 2009" href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/europawahlen/EU_BUND_09/ergebnisse/bundesergebnisse/">Europawahl</a> mit knapp 230.000 Stimmen &#8211; ohne Blogs und Twitter undenkbar. Und Ã¼berhaupt hÃ¤tte es ohne Blogs keine argumentative Auseinandersetzung in diesem AusmaÃŸe Ã¼ber die Netzsperren gegeben. Erst nach und nach sind die klassischen Medien aufgesprungen und haben die gebloggten Argumente aufgenommen. Die <a title="Die Netzsperren und die UnfÃ¤higkeit zur Kursumkehr" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/die-netzsperren-und-die-unfaehigkeit-zur-kursumkehr/">EntschÃ¤rfung</a> des Zensursula-Gesetzes ist sicher auch auf die massive Kritik aus dem Internet zurÃ¼ckzufÃ¼hren.</p>
<p>Angefangen hat es damals mit dem Gesetz zur <a title="Website des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Vorratsdatenspeicherung</a>. Wer darÃ¼ber mehr wissen wollte, <em>musste</em> Blogs lesen. Wenn die Menschen das GefÃ¼hl haben, dass die herkÃ¶mmlichen Medien falsch, unausgewogen oder gar nicht Ã¼ber bestimmte Themen berichten, dann suchen sich diese Menschen eben andere Verbreitungswege. Das war damals beim nach 9/11 und beim Irakkrieg in den USA so, das ist heute bei Datenschutz-, BÃ¼rgerrechts- und Netzthemen in Deutschland der Fall. Dort drÃ¼ben sind Blogs und Social Networks bereits eine relevante GrÃ¶ÃŸe, an der man nicht mehr vorbeikommt. SpÃ¤testens seit dem Wahlkampf von Obama ist das auch hier sichtbar.</p>
<p>Ich bin zuversichtlich, dass eine Ã¤hnlich einflussreiche Netzgemeinde in Deutschland auch mÃ¶glich ist, es ist bereits jetzt eine <a title="Zunehmende Politisierung in den Blogs" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/07/zunehmende-politisierung-in-den-blogs/">beispiellose Politisierung</a> zu erkennen. Die kommende Bundestagswahl wird das wahrscheinlich noch nicht signifikant beeinflussen, aber die Zeit <a title="nerdcore.de: Das Gesetz fÃ¼r Netzsperren ist beschlossen: Meine UnabhÃ¤ngigkeitserklÃ¤rung des Internets von der deutschen Politik" href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">wird</a> <a title="metronaut.de: Freiheit ist es wert, niemals zu resignieren" href="http://www.metronaut.de/?p=925">kommen</a>.</p>
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