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	<title>Reflexionsschicht</title>
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	<description>Gedachtes, Gemeintes und Reflektiertes</description>
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		<title>Vorratsdatenspeicherung ist nicht grunds&#228;tzlich verfassungswidrig</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 23:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Man merkt es schon an der &#220;berschrift: ich bin nicht begeistert vom gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung.
Die Pressemitteilung zum Urteil tr&#228;gt den Titel &#8220;Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgem&#228;&#223;&#8221;. Und genau deshalb bin ich wenig begeistert. Das Gesetz ist so wie es jetzt ist, verfassungswidrig, nichtig, und alle aufgrund dieses Gesetzes gespeicherte Daten sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Man merkt es schon an der &#220;berschrift: ich bin nicht begeistert vom gestrigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung.</p>
<p>Die <a title="Die Pressemitteilung zum Urteil" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/pressemitteilungen/bvg10-011.html">Pressemitteilung</a> zum <a title="Die Urteilsbegr&#252;ndung" href="http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20100302_1bvr025608.htm">Urteil</a> tr&#228;gt den Titel &#8220;Konkrete Ausgestaltung der Vorratsdatenspeicherung nicht verfassungsgem&#228;&#223;&#8221;. Und genau deshalb bin ich wenig begeistert. Das Gesetz ist so <em>wie es jetzt ist</em>, verfassungswidrig, nichtig, und alle aufgrund dieses Gesetzes gespeicherte Daten sind sofort zu l&#246;schen. Aber <em>grunds&#228;tzlich</em> ist die anlasslose Speicherung aller Verbindungsdaten &#252;ber einen Zeitraum von 6 Monaten verfassungsgem&#228;&#223;.</p>
<p>Das BVerfG sagt mal wieder, dass in der Politik schlampig gearbeitet wurde, aber daran ist man inzwischen gew&#246;hnt. Es werden ja in letzter Zeit reihenweise Gesetze in Karlsruhe kassiert. Ein bisschen Feintuning hier, eine Konkretisierung dort, eine Einschr&#228;nkung da hinten und dann kann die neue Vorratsdatenspeicherung beginnen. Das eigentliche Ziel, n&#228;mlich das massenhafte Speichern von unvermeidbaren Spuren der Telekommunikation ohne konkreten Anlass oder gar Verdacht f&#252;r grundgesetzwidrig erkl&#228;ren zu lassen, wurde klar verfehlt.</p>
<p>F&#252;r die Abmahnindustrie fiel au&#223;erdem noch ein Leckerli ab: Zwar d&#252;rfen die Verbindungsdaten nur zu Abwehr schwerer Straftaten abgefragt und eingesetzt werden, f&#252;r die Abfrage der IP-Adressen gilt das aber nicht. Hier sind die H&#252;rden deutlich niedriger, sogar &#8220;gewichtige Ordnungswidrigkeiten&#8221; k&#246;nnen gen&#252;gen. Ein Richtervorbehalt ist auch nicht n&#246;tig. Die Musikindustrie <a title="musikindustrie.de: Urteil zur Vorratsdatenspeicherung erm&#246;glicht fairen Ausgleich zwischen Datenschutz und Interessen von Rechteinhabern" href="http://www.musikindustrie.de/aktuell_einzel/back/84/news/urteil-zur-vorratsdatenspeicherung-ermoeglicht-fairen-ausgleich-zwischen-datenschutz-und-interessen-v/">frohlockt dann auch bereits</a>.</p>
<p>Alles in allem also ein entt&#228;uschendes Urteil.</p>
<p>Empfehlenswertes zum Weiterlesen:<br />
<a title="spiegelfechter.com: Die Vorratsdatenspeicherung ist tot, es lebe die Vorratsdatenspeicherung" href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/2048/die-vorratsdatenspeicherung-ist-tot-es-lebe-die-vorratsdatenspeicherung">Der Spiegelfechter</a><br />
<a title="ferner-alsdorf.de: BVerfG zur Vorratsdatenspeicherung: Erste Anmerkungen" href="http://www.ferner-alsdorf.de/2010/03/bverfg-zu-vorratsdatenspeicherung-erste-anmerkungen-vds/">Rechtsanwalt Jens Ferner</a><br />
<a title="verfassungsblog.de: Vorratsdatenspeicherung: Kein Grund zum Jubeln" href="http://verfassungsblog.de/vorratsdatenspeicherung-kein-grund-zum-jubeln/">Jurist Max Steinbeis</a><br />
<a title="sueddeutsche.de: Gruslige Aussichten" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/577/504786/text/">Heribert Prantl in der S&#252;ddeutschen Zeitung</a></p>
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		<title>Westerwelle und der Lohnabstand</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2010/03/01/westerwelle-und-der-lohnabstand/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 23:48:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich wei&#223;, ich bin ein bisschen sp&#228;t dran mit einer Meinung zur Hartz-IV-Debatte und Westerwelles Gegeifer. Zu seinem Artikel in der &#8220;Welt&#8221; ist eigentlich alles gesagt. Nat&#252;rlich ist Sozialstaat kein &#8220;Sozialismus&#8221;, Hartz IV kein &#8220;Wohlstand&#8221; sondern eben nur Grundversorgung und sein Bild von der &#8220;sp&#228;tr&#246;mischen Dekadenz&#8221; ist schief bis zum gehtnichtmehr. Dekadenz ist dem Grunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wei&szlig;, ich bin ein bisschen sp&auml;t dran mit einer Meinung zur Hartz-IV-Debatte und Westerwelles Gegeifer. Zu seinem <a title="welt.de: An die deutsche Mittelschicht denkt niemand" href="http://www.welt.de/debatte/article6347490/An-die-deutsche-Mittelschicht-denkt-niemand.html">Artikel in der &#8220;Welt&#8221;</a> ist eigentlich alles gesagt. Nat&uuml;rlich ist Sozialstaat kein &#8220;Sozialismus&#8221;, Hartz IV kein &#8220;Wohlstand&#8221; sondern eben nur Grundversorgung und sein Bild von der &#8220;sp&auml;tr&ouml;mischen Dekadenz&#8221; ist <a title="spiegel.de: Er kam, sah und patzte" href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,677225,00.html">schief</a> bis zum gehtnichtmehr. Dekadenz ist dem Grunde nach ein Verhalten einer kleinen, abgehobenen Oberschicht.</p>
<p>Was aber in der Debatte in meinen Augen ein bisschen untergeht sind 2 Dinge: sinkende Reall&ouml;hne in den letzten Jahren und der Selbstbetrug Vollbesch&auml;ftigung.</p>
<p>Westerwelle hat in einem Punkt recht: wer arbeitet muss mehr verdienen als derjenige, der das nicht tut. Damit sagt er etwas sehr offensichtliches und spricht diese Wahrheit leider nicht sehr gelassen aus. Es geht dann immer um das sog. Lohnabstandsgebot. Man kann nun versuchen, diesen Lohnabstand wieder herzustellen, indem man Sozialleistungen k&uuml;rzt. Dann ist kurzfristig Arbeit wieder lohnender. Die Sache hat aber zwei Haken: einerseits kann man nicht beliebig k&uuml;rzen (sp&auml;testens nicht mehr seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts) und andererseits werden die L&ouml;hne weiter fallen, weil ja auch f&uuml;r weniger Geld immer noch Leute zu arbeiten bereit sind. Somit dreht sich die Spirale nur ein St&uuml;ck weiter nach unten und nach 1-2 Jahren h&auml;tten wir die gleiche Situation &#8211; nur eine Einkommensetage tiefer. &Uuml;ber eine Absenkung der Sozialleistungen bzw. Hartz IV kriegt man das Problem Lohnabstand also nicht in den Griff.</p>
<h4>Sinkende Reall&ouml;hne und Ausdehnung des Niedriglohnsektors</h4>
<p>Das Problem des fehlenden Lohnabstands ist aber kein Phantom, sondern Realit&auml;t und hat sich deshalb so versch&auml;rft, weil in den letzten Jahren politisch gewollt und forciert der Niedriglohnsektor ausgebaut wurde und Lohnsteigerungen als Teufelswerk verschrien waren (und immer noch sind). Und tats&auml;chlich sind die Reall&ouml;hne in den letzen Jahren entgegen der Tendenz in Europa in Deutschland <a title="spiegel.de: Deutschland schw&auml;chelt bei Entwicklung der Reall&ouml;hne" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,579103,00.html">gesunken</a>. Noch schlimmer sieht das Bild aus, guckt man die Lohnentwicklung <a title="fr-online.de: L&ouml;hne st&uuml;rzen ab" href="http://fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1583179&amp;">nach Einkommensgruppen gestaffelt an</a>: das untere Einkommensviertel &#8211; die Niedrigl&ouml;hner &#8211; haben zwischen 1995 und 2006 fast 14% verloren.<br />
Das kommt dabei raus, wenn man einen flexiblen Arbeitsmarkt mit einem Niedriglohnsektor schafft. Dann geht er dahin, der Lohnabstand. Dass nun ausgerechnet Westerwelle dieses Ergebnis einer Arbeitsmarktpolitik in seinem Sinne beweint <a title="carta.info: Niedriglohn und Flexibilisierung: Abbau der Mittelschicht &agrave; la FDP" href="http://carta.info/23135/westerwelle-lohnabstand-arbeitsmarktpolitik/">ist gaga</a>.</p>
<p>Und wer sich &uuml;ber jeden niedrigen Tarifabschluss freut, der gerademal einen Inflationsausgleich bringt, der soll andererseits nicht fordern, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. Das Gejammere &uuml;ber Lohnerh&ouml;hungen ist dabei immer gleich gro&szlig;, egal ob es wirtschaftlich l&auml;uft oder nicht, Lohnzur&uuml;ckhaltung war das Mantra der letzten Jahre. Geht es nach den Arbeitgebern und den medial pr&auml;senten Wirtschaftwissenschaftlern, ist es nie eine gute Zeit f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne: erst darf das zarte Pfl&auml;nzchen Aufschwung nicht zertrampelt werden, dann will man den Aufschwung nicht abw&uuml;rgen, dann kommt schon wieder der Abschwung, wo es nun &uuml;berhaupt nicht geht. So geht das nun schon ein paar Jahre.</p>
<h4>Millionen fehlender Arbeitspl&auml;tze</h4>
<p>Die n&auml;chste Sache: Hartz IV mit seinen ganzen Sanktionen geht eigentlich davon aus, dass f&uuml;r jeden eine bezahlte Arbeit auf dem Arbeitsmarkt vorhanden ist. Und auch in der ganzen Debatte gehen wir stillschweigend davon aus, dass dem so ist. Das ist nat&uuml;rlich gro&szlig;er Quatsch.<br />
Wir liegen <a title="arbeitsagentur.de: Arbeitsmarkt im Februar 2010" href="http://www.arbeitsagentur.de/nn_27030/zentraler-Content/Pressemeldungen/2010/Presse-10-011.html">im Moment</a> bei etwa 3,5 Mio. offiziellen Arbeitslosen und etwa 270.000 gemeldeten offenen Stellen. Viele Stellen werden nicht der Bundesagentur gemeldet und so d&uuml;rfte <a title="arbeitsagentur.de: Arbeitskr&auml;ftenachfrage Februar 2010" href="http://www.pub.arbeitsagentur.de/hst/services/statistik/000100/html/sonder/stellenangebot_deutschland/bericht_februar_2010_ba_bekannte_stellen.pdf">die tats&auml;chliche Zahl</a> (PDF)irgendwo bei einer halben Million liegen. Schon mit diesen Zahlen ergibt sich dann eine Diskrepanz zwischen Soll und Haben von 3 Millionen. Sieht man dann noch, wieviele Menschen aber <a title="faz.net: 3,2 Millionen Arbeitslose gelten nicht als arbeitslos" href="http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E4CD6FB4CCAF94A538C5855380AA83774~ATpl~Ecommon~Scontent.html">tats&auml;chlich</a> <a title="sueddeutsche.de: Jenseits der F&uuml;nf-Millionen-Marke" href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/895/433644/text/">arbeitslos</a> bzw. arbeitssuchend sind, verdoppelt sich die Differenz schnell mal auf 6 Mio. Insofern lenkt das Rumgehacke auf den Arbeitslosen vom eigentlichen Problem ab: nicht die paar tausend Arbeitsunwilligen sind das Problem, sondern die Millionen fehlenden Arbeitspl&auml;tze.<br />
Diese Millionen Arbeitslosen dr&uuml;cken das Lohnniveau, weil sich somit immer Leute finden lassen, die f&uuml;r niedrige L&ouml;hne arbeiten (m&uuml;ssen) und die Sanktionsmechanismen von Hartz IV sorgen daf&uuml;r, dass man diese Lohndr&uuml;ckerei mitmachen muss.</p>
<p>Wie k&ouml;nnte eine L&ouml;sung aussehen? Einerseits hat der <a title="freitag.de: Ein Gebot des Abstands" href="http://www.freitag.de/politik/1008-hartz-westerwelle-leistung-hartz-mindestlohn-abstandsgebot">Mindestlohn</a> seinen Reiz und w&auml;re schnell per Gesetz umzusetzen. <a title="tagesschau.de: DGB schraubt Mindestlohn-Ziel auf 8,50 Euro hoch" href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/dgb156.html">8,50 &euro; pro Stunde</a>, also etwa 1400 &euro; brutto im Monat, w&auml;ren f&uuml;r viele im Niedriglohnsektor eine schnelle und effektive Lohnsteigerung.<br />
Andererseits hat ein bedingungsloses Grundeinkommen ganzheitlich gesehen den gr&ouml;&szlig;eren Reiz. Der n&ouml;tige Lohnabstand w&uuml;rde sich dann <a title="weissgarnix.de: Theorie vom fehlenden Arbeitsanreiz macht keinen Sinn" href="http://www.weissgarnix.de/2010/02/06/theorie-vom-fehlenden-arbeitsanreiz-macht-keinen-sinn/">automatisch einstellen</a>, weil ein echter Arbeitsmarkt entstehen w&uuml;rde: die potentiellen Arbeitnehmer h&auml;tten n&auml;mlich die reale M&ouml;glichkeit, niedrigbezahlte Arbeit abzulehnen. Damit h&auml;tten die Arbeitnehmer eine Marktmacht. Muss die Arbeit trotzdem gemacht werden, m&uuml;ssen die L&ouml;hne entsprechend h&ouml;her sein als das Grundeinkommen. Ein erh&ouml;hter Hartz IV-Satz ohne Sanktionen w&auml;re ein ziemlich einfach umzusetzendes Grundeinkommen.</p>
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		<title>Kleiner Jahresr&#252;ckblick 2009</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jan 2010 18:09:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachdenkliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Vertane Chance. Das Jahr beginnt hoffnungsvoll: Barack Obama wird US-Pr&#228;sident und die (wirtschafts-)konservative FAZ bringt eine Serie zur Zukunft des Kapitalismus. Auch sonst wird viel &#252;ber den Kapitalismus geredet und geschrieben. Tenor: So wie bisher geht es nicht weiter, kann es nicht weitergehen. Es schien, als h&#228;tte man begriffen, dass der Markt dem Menschen zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vertane Chance.</strong> Das Jahr beginnt hoffnungsvoll: <a title="Vision&#228;r Obama" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/01/20/visionaer-obama/">Barack Obama wird US-Pr&#228;sident</a> und die (wirtschafts-)konservative FAZ bringt <a title="faz.de: Serie Die Zukunft des Kapitalismus" href="http://www.faz.net/s/Rub9A19C8AB8EC84EEF8640E9F05A69B915/Tpl~Ecommon~SThemenseite.html">eine Serie zur Zukunft des Kapitalismus</a>. Auch sonst wird viel &#252;ber den Kapitalismus geredet und geschrieben. Tenor: So wie bisher geht es nicht weiter, kann es nicht weitergehen. Es schien, als h&#228;tte man begriffen, dass der Markt dem Menschen zu dienen habe und nicht umgekehrt.<br />
Die Finanz- und sp&#228;ter dann die Wirtschaftskrise schwappte aus dem Jahr 2008 ins vergangene Jahr rein. Die Geldwirtschaft stand am Abgrund, es erfolgte die Rettung durch Staat und Gesellschaft (vulgo: Steuerzahler). Genau der Staat, sich zuvor aus immer mehr Bereichen heraushalten sollte, musste nun einspringen und hunderte Milliarden ausgeben, weil Bankster sich mit &#8220;Wert&#8221;papieren verzockt hatten, die sie selbst nicht verstanden hatten und deren Risiko keiner mehr einsch&#228;tzen konnte.</p>
<p>Doch dann: im Laufe des Jahres erholten sich die Banken aufgrund der Staatsgarantien und des zinslosen Geldes der Zentralbanken wieder. Die Regierungen vers&#228;umten es, den Banken im Gegenzug zur milliardenteuren Rettung klare Regeln aufzuzwingen. <a title="spiegel.de: Kapitulation vor dem Monopoly-Monster" href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,668324,00.html">Mittlerweile machen die Banken &#228;hnlich weiter wie wie bisher</a>. Aber eins haben sie gelernt: sie k&#246;nnen nicht pleite gehen, sie sind <em>too big to fail</em>. Was bisher nur ein Postulat war, wurde jetzt zur Gewissheit. Die politische Konsequenz daraus aber fehlt: Entweder d&#252;rfen Banken nicht mehr so gro&#223; werden, dass ihre Pleite weitere Kreise zieht oder sie m&#252;ssen so streng reguliert werden, dass eine Pleite faktisch ausgeschlossen wird.<br />
Eine Branche ist erstaunlich gut weggekommen: die Ratingagenturen. Sie haben mit ihren Bewertungen erst daf&#252;r gesorgt, dass diese Spekulation in diesem Ausma&#223; &#252;berhaupt m&#246;glich war. &#196;nderungen am Ratingwesen? Fehlanzeige.</p>
<p>Zusammen mit der Diskussion um einen gez&#228;hmten Kapitalismus und dem bevorstehenden Klimawandel schien es f&#252;r mich als w&#252;rde es tats&#228;chlich in Richtung Nachhaltigkeit gehen.<br />
Doch bisher hat sich nicht viel bewegt: <a title="Klimagipfel in Kopenhagen ist kl&#228;glich gescheitert" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/12/21/klimagipfel-in-kopenhagen-ist-klaeglich-gescheitert/">der Klimagipfel in Kopenhagen war ein Reinfall</a> und aus den L&#246;chern kommen jetzt wieder die Quacksalber, die uns marktliberale Reformen aufschwatzen wollen. Symptomatisch daf&#252;r: das sog. &#8220;Wachstumsbeschleunigungsgesetz&#8221; der schwarz-gelben Bundesregierung &#8211; als wenn uns beschleunigtes Wachstum langfristig vor irgendetwas retten k&#246;nnte. Chance vertan.</p>
<p><strong>Hoffnung.</strong> Die heftige Debatte um die Internetsperren von Zensursula waren die <a title="Erweckung" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/19/erweckung/">Initialz&#252;ndung</a>: es entstand eine politische Bewegung im Netz. Mit Demonstrationen und einer erfolgreichen (aber vom Bundestag vorerst ignorierten) Petition und <a title="Zunehmende Politisierung in den Blogs" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/06/07/zunehmende-politisierung-in-den-blogs/">vielen Debatten</a> im Netz. Au&#223;erdem wurde eine neue Partei an die Oberfl&#228;che gesp&#252;lt und erstmals sichtbar: <a title="Piratenpartei Deutschlands" href="http://piratenpartei.de">die Piratenpartei</a>. Der Anfang einer neuen Bewegung, geboren im Netz? Mal gucken, wohin es mit der Piratenpartei geht, ob man diese Bewegung verstetigen kann. Ich bin gespannt.</p>
<p><strong>Pr&#228;gendstes Buch.</strong> Das war in diesem Jahr das Buch <a title="amazon.de: Grenzen des Wachstums - Das 30-Jahre-Update: Signal zum Kurswechsel" href="http://www.amazon.de/Grenzen-Wachstums-30-Jahre-Update-Signal-Kurswechsel/dp/3777613843">&#8220;Grenzen des Wachstums &#8211; Das 30-Jahre-Update&#8221;</a> von Dennis Meadows. Es ist kein apokalyptisches Buch, aber ein sehr eindringliches. Wir untersch&#228;tzen die Wucht des exponentiellen Wachstums und der Markt ist blind f&#252;r Vorg&#228;nge in der Natur.<br />
Ebenfalls gut: <a title="amazon.de: Wie wir arbeiten werden. Der neue Bericht an den Club of Rome." href="http://www.amazon.de/arbeiten-werden-neue-Bericht-Rome/dp/3453155238">&#8220;Wie wir arbeiten werden&#8221;</a>: Der Weg in die Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, bedingsloses Grundeinkommen, neue Formen der Arbeit, Erwerbsarbeit allein wird nicht die Zukunft sein.</p>
<p><strong>Entt&#228;uschendstes Buch.</strong> <a title="amazon.de: Gescheitert: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert" href="http://www.amazon.de/Gescheitert-Warum-Politik-Wirtschaft-kapituliert/dp/3938060220">&#8220;Gescheitert: Warum die Politik vor der Wirtschaft kapituliert&#8221;</a> von Heiner Flassbeck. Zuviel Rechthaberei, zuviel &#8220;hab ich ja schon immer gewusst/gesagt&#8221;, Flassbeck ist weiterhin in der Wachstumideologie gefangen. Au&#223;erdem wird die Titelfrage nicht beantwortet. Schade, ich hatte mehr erwartet.</p>
<p><strong>Erkenntnis.</strong> Kapitalismus ist ein <a title="weissgarnix.de: Game Over mit 3-maliger Ansage" href="http://www.weissgarnix.de/2008/03/20/game-over-mit-3-maliger-ansage/">Schneeball-, Kettenbriefsystem bzw. Pyramidenspiel</a>.</p>
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		<item>
		<title>Klimagipfel in Kopenhagen ist kl&#228;glich gescheitert</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/12/21/klimagipfel-in-kopenhagen-ist-klaeglich-gescheitert/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 18:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[nachhaltiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Die UN-Klimakonferenz von Kopenhagen, die ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls (l&#228;uft 2012 aus) aushandeln sollte, war ein Reinfall. Die Abschlusserkl&#228;rung (PDF) hat keinen bindenden, rechtswirksamen Charakter, &#252;ber sch&#246;ne Worte in Absichtserkl&#228;rungen kam man wieder einmal nicht hinaus. Wieder einmal wird betont, welche schlimme Sache der Klimawandel ist und dass man alles daran setzen will, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="de.wikipedia.org: UN-Klimakonferenz in Kopenhagen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/UN-Klimakonferenz_in_Kopenhagen">UN-Klimakonferenz von Kopenhagen</a>, die ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls (l&#228;uft 2012 aus) aushandeln sollte, war ein Reinfall. Die <a title="unfccc.int: United Nations Framework Convention on Climate Change: Copenhagen Accord" href="http://unfccc.int/files/meetings/cop_15/application/pdf/cop15_cph_auv.pdf">Abschlusserkl&#228;rung</a> (PDF) hat keinen bindenden, rechtswirksamen Charakter, &#252;ber sch&#246;ne Worte in Absichtserkl&#228;rungen kam man <a title="Ein Witz namens Klimaschutz" href="http://blog.tobias-haase.de/2007/06/07/ein-witz-namens-klimaschutz/">wieder</a> <a title="Maximal 2 Grad mehr und alles ist prima beim Klima?" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/07/08/maximal-2-grad-mehr-und-alles-ist-prima-beim-klima/">einmal</a> nicht hinaus. Wieder einmal wird betont, welche schlimme Sache der Klimawandel ist und dass man alles daran setzen will, dass die Erde nur um 2°C w&#228;rmer wird. Nur: konkrete <em>Handlungen</em> zur Abwendung der Gefahr wurden nicht beschlossen.</p>
<p>Wer daran jetzt nun schuld ist, interessiert mich im einzelnen gar nicht. Ich bin &#252;ber das grandiose Scheitern der Politiker entsetzt: Man sieht die Gefahr, aber <em>tut</em> nichts, um sie einzud&#228;mmen.</p>
<p>Was mich daran besonders pessimistisch stimmt: Der Klimawandel ist nur ein Problemfeld auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gesellschaft. Und er ist imho nicht mal das schwierigste Problem: der &#220;bergang zu einer CO2-freien Energieerzeugung ist aufgrund schwindender fossiler Energietr&#228;ger alternativlos und au&#223;erdem wird die Erde durch die Sonne mit genug Energie versorgt.<br />
Wenn es also schon beim Thema CO2-Reduktion zu keiner Einigung kommt, obwohl das Thema sehr prominent ist, wie sieht es dann erst bei anderen Problemfeldern aus: &#220;berfischung der Meere, abnehmender fruchtbarer Boden, Nahrungsmittelknappheit, Abholzung, schwindende Rohstoffreserven, Wassermangel etc. pp.</p>
<p>Mir scheint, man hat den Ernst der Lage in Kopenhagen nicht erkannt. Auch die deutsche Industrie und vorneweg Umweltminister R&#246;ttgen und Kanzlerin Merkel sehen offenbar im Klimawandel in erster Linie eine Gesch&#228;ft f&#252;r die deutsche Umwelttechnologie. Doch Technologie allein wird uns nicht retten. Es wird nicht gen&#252;gen, aus dem Benziner oder Diesel aus- und in ein Elektro- oder Wasserstoffauto einzusteigen.</p>
<p>Meadows hat recht, <a title="spiegel.de: Kopenhagen ist ein T&#228;uschungsman&#246;ver" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665732,00.html">wenn er sagt</a>, Kopenhagen ist ein T&#228;uschungsman&#246;ver. Solange wir nicht bereit sind, unseren Lebensstil zu &#228;ndern, solange fahren wir weiter auf den Abgrund zu.</p>
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		<title>Tanklasterbombardierung in Afghanistan: Es war eine gezielte T&#246;tung</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Dec 2009 22:25:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut einer Woche hatte ich noch gemutma&#223;t, dass es bei dem Tanklasterangriff nahe Kunduz in Afghanistan nicht um die Zerst&#246;rung der festsitzenden LKW ging, sondern dass es f&#252;r mich nach gezielter T&#246;tung der Menschen vor Ort aussah.
Seit Samstag herrscht dar&#252;ber Gewissheit. Im ComISAF-Bericht (Bericht des Oberkommandierenden der ISAF-Truppe McChrystal) steht das so drin und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor gut einer Woche <a title="Tanklasterbombardierung durch die Bundeswehr: Zwei L&#252;gen f&#252;r ein Halleluja" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/12/05/tanklasterbombardierung-durch-die-bundeswehr-zwei-luegen-fuer-ein-halleluja/">hatte ich noch gemutma&#223;t</a>, dass es bei dem Tanklasterangriff nahe Kunduz in Afghanistan nicht um die Zerst&#246;rung der festsitzenden LKW ging, sondern dass es f&#252;r mich nach gezielter T&#246;tung der Menschen vor Ort aussah.<br />
Seit Samstag herrscht dar&#252;ber Gewissheit. Im ComISAF-Bericht (Bericht des Oberkommandierenden der ISAF-Truppe McChrystal) <a title="sueddeutsche.de: Bundeswehr wollte Taliban t&#246;ten" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/61/497367/text/">steht das</a> <a title="sueddeutsche.de: Er hat die Menschen als Ziel, nicht die Fahrzeuge" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/88/497394/text/">so drin</a> und auch <a title="spiegel.de: Oberst Klein wollte Feinde des Wiederaufbaus treffen" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,666677,00.html">in einer Meldung des deutschen Oberst Klein</a> (vom 6. September!) an den damaligen GI Schneiderhan beschreibt er das so:</p>
<blockquote><p>Am 4. September um 01.51 Uhr entschloss ich mich, zwei am Abend des 3. September entf&#252;hrte Tanklastwagen sowie an den Fahrzeugen befindliche INS (Insurgents, auf Deutsch: Aufst&#228;ndische) durch den Einsatz von Luftstreitkr&#228;ften zu vernichten.</p></blockquote>
<p>M&#246;chte man <a title="lvz.de: Neue Hinweise auf regierungsintern genehmigte T&#246;tungsaktion im Fall Kundus" href="http://nachrichten.lvz-online.de/nachrichten/topthema/neue-hinweise-auf-regierungsintern-genehmigte-toetungsaktion-im-fall-kundus/r-topthema-a-5745.html">der Leipziger Volkszeitung glauben</a>, dann war der n&#228;chtliche Angriff kein spontaner Einfall von Oberst Klein, sondern vielmehr das Ergebnis einer Eskalationsstrategie, zu der eben auch die gezielte T&#246;tung von Taliban geh&#246;ren sollte. Kanzleramt, Verteidigungsministerium und BND haben diese Strategie ausgearbeitet und abgesegnet.</p>
<p>Wow.<br />
Im Grunde lie&#223; ja der Ablauf in der entsprechenden Nacht auch keinen anderen Schluss zu, als dass die Bundeswehr gezielt Afghanen t&#246;ten wollte. Aber wenn ich das nun so schwarz auf wei&#223; lese &#8211; nennt mich naiv, aber bisher dachte ich, die Bundeswehr h&#228;lt sich aus sowas raus. Dieser Luftschlag passt auch nicht ins Bild einer &#8220;Aufbaumission&#8221;.</p>
<p>Damit bekommt diese Nacht vom 3. auf den 4. September eine ganz neue Dimension. Bisher hie&#223; es ja, die Get&#246;teten seien halt bedauerlicherweise Opfer des Angriffs geworden, weil man die Tanklaster zerst&#246;ren wollte, die zu rollenden Bomben umfunktioniert werden sollten. Jetzt wird aber klar, dass der Angriff Teil einer neuen, h&#228;rteren Gangart ist, dass die Exekution der Menschen <em>Absicht</em> war.<br />
Vor diesem Hintergrund werden auch die Handlungen von Oberst Klein zumindest milit&#228;risch nachvollziehbar. Ihm blieb in der Nacht gar nichts anderes &#252;brig, als den <em>close air support</em> <a title="Tanklasterbombardierung durch die Bundeswehr: Zwei L&#252;gen f&#252;r ein Halleluja" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/12/05/tanklasterbombardierung-durch-die-bundeswehr-zwei-luegen-fuer-ein-halleluja/">anzul&#252;gen</a>, es bestehe Feindkontakt und es g&#228;be eine unmittelbare Bedrohung. Die Bundeswehr hat nur Sch&#252;tzenpanzer und Tornadoaufkl&#228;rer vor Ort, hat also f&#252;r solche Art von Luftschlag gar nicht Ausr&#252;stung in Afghanistan.</p>
<p>Immer interessanter wird jetzt die Frage &#8220;Wer wusste wann was?&#8221;. Durch den Bericht von Klein vom 6. September, sp&#228;testens aber seit dem ComISAF-Bericht vom 28. Oktober der Bundesregierung klar, was bzw. eben wer das Ziel des Angriff war: eine Gruppe Taliban, darunter offenbar 4 Anf&#252;hrer. Die Bundesregierung wusste das (oder zumindest: musste das wissen), hat aber weiterhin die Darstellung aufrecht erhalten, nach der die Tanklaster das Ziel waren. &#220;berrascht d&#252;rfte in der Regierung eh niemand gewesen sein, wenn die Sache mit der Eskalationsstrategie stimmt.<br />
Interessantes Detail am Rande: <a title="news-adhoc.com: Guttenberg gew&#228;hrt Fraktionen Einsicht in NATO-Bericht" href="http://www.news-adhoc.com/guttenberg-gewaehrt-fraktionen-einsicht-in-nato-bericht-idna2009103061843/">die Fraktionsvorsitzenden hatten seit November Einsicht in den ComISAF-Bericht</a>. &#220;berrascht &#252;ber die jetzt bekannt gewordenen Details &#252;ber die wahre Absicht des Bombardements d&#252;rfte man auch dort nicht sein.</p>
<p>Mal gucken, ob der Untersuchungsausschuss Licht ins Dunkel bringen kann und ob sich insbesondere die Eskalationsstrategie beweisen l&#228;sst. Sp&#228;testens dann w&#228;re eine Debatte n&#246;tig, was die Bundeswehr in Afghanistan tun soll (k&#228;mpfen vs. aufbauen) und was die Bundesrepublik dort eigentlich will. Wollen wir dort mit allen Mitteln des Krieges Taliban jagen oder wollen wir wirklich Aufbauhilfe leisten? Sind pr&#228;ventive Luftschl&#228;ge ok, auch wenn keine konkrete Gefahr besteht sondern nur irgendwann mal von diesen Menschen ausgehen <em>k&#246;nnte</em>?<br />
Was wusste eigentlich Kanzlerin Merkel? Ich kann mir nicht vorstellen, dass 140 Menschen in Afghanistan sterben und Frau Merkel geht zur Tagesordnung &#252;ber. Und was wusste der damalige Au&#223;enminister Steinmeier? Das Ausw&#228;rtige Amt ist formal federf&#252;hrend bei Auslandsmandaten.</p>
<p>Das andere m&#246;gliche Ergebnis des Untersuchungsausschusses: man tut seitens der Bundesregierung den Luftschlag als &#220;berreaktion von Oberst Klein ab und bem&#252;ht sich weiter um die Aufrechterhaltung des Bildes der Bundeswehr als bewaffnetes THW.</p>
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		<title>Tanklasterbombardierung durch die Bundeswehr: Zwei L&#252;gen f&#252;r ein Halleluja</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2009 18:14:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[merkwürdiges]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Verteidigungsminister Guttenberg hat den Tanklasterangriff in Afghanistan als &#8220;milit&#228;risch nicht angemessen&#8221; beurteilt. Den Mut, (s)eine Fehleinsch&#228;tzung zu revidieren, muss man anerkennen. Au&#223;erdem hat Guttenberg diese Neubewertung auch dort verk&#252;ndet, wo sie hingeh&#246;rt: im Bundestag (nicht vor der Presse oder in einem Interview oder in einen Hinterzimmergespr&#228;ch).
Aaaber: die Neubewertung ist letztlich nur ein Ausprechen des Offensichtlichen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verteidigungsminister Guttenberg hat den <a title="Bundeswehr l&#228;sst in Afghanistan Tanklaster bombardieren" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/09/08/bundeswehr-laesst-in-afghanistan-tanklaster-bombardieren/">Tanklasterangriff</a> <a title="Alles ok beim Tanklasterbombing in Afghanistan?" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/10/30/alles-ok-beim-tanklasterbombing-in-afghanistan/">in Afghanistan</a> als &#8220;milit&#228;risch nicht angemessen&#8221; beurteilt. Den Mut, (s)eine Fehleinsch&#228;tzung zu revidieren, muss man anerkennen. Au&#223;erdem hat Guttenberg diese Neubewertung auch dort verk&#252;ndet, wo sie hingeh&#246;rt: <a title="wiegold.focus.de: (Video-)Dokumentation: Guttenbergs Neubewertung des Kundus-Angriffs" href="http://wiegold.focus.de/augen_geradeaus/2009/12/videodokumentation-guttenbergs-neubewertung-des-kundusangriffs.html">im Bundestag</a> (nicht vor der Presse oder in einem Interview oder in einen Hinterzimmergespr&#228;ch).</p>
<p>Aaaber: die Neubewertung ist letztlich nur ein Ausprechen des Offensichtlichen. Guttenberg sagt zwar, er hat jetzt in Unterlagen gelesen, die ihm vorher vorenthalten worden sind und nach dem, was dort drin stand, stellt sich ihm der Vorgang anders dar als noch vor 4 Wochen. Das glaube ich nicht, das ist imho eine Schutzbehauptung, um die Kehrtwende begr&#252;nden bzw. erkl&#228;ren zu k&#246;nnen: die Tanklaster fuhren vom Bundeswehrst&#252;tzpunkt Kunduz weg, sa&#223;en dann im Flussbett fest, keine unmittelbare Gefahr f&#252;r die Bundeswehr, keine Soldaten verwickelt, zivile Opfer nicht auszuschlie&#223;en. Dies alles spricht nach ISAF-Regeln gegen einen Luftschlag und trotzdem wurde er angeordnet. &#8220;Mit Kanonen auf Spatzen schie&#223;en&#8221; fiele mir dabei als Bewertung ein &#8211; aber sicher nicht &#8220;milit&#228;risch angemessen&#8221;.</p>
<p>Guttenberg stellt sich mit dieser Neubewertung gegen seinen Amtsvorg&#228;nger und gegen die Bundeswehrf&#252;hrung: Jung und Generalinspekteur (GI) Schneiderhan hatten den Milit&#228;rschlag als angemessen bezeichnet. Diese Diskrepanz zwischen GI Schneiderhan und Guttenberg ist meiner Meinung nach der eigentliche Grund f&#252;r <a title="spiegel.de: Bundeswehr-Generalinspekteur Schneiderhan tritt zur&#252;ck" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,663561,00.html">den Rausschmiss</a> des GI.</p>
<p>Jetzt kriegen wir endlich einen Untersuchungsausschuss. Dazu wird sich der Verteidigungsausschuss in einen solchen umwandeln. Nachteil daran: der Aussschuss tagt in der Regel geheim. Die Opposition will diese Regel zu einer Ausnahme machen &#8211; wie bei einem gew&#246;hnlichen parlamentarischen Untersuchungsausschuss. Dieser Untersuchungsausschuss hat dann im wesentlichen 2 Fragen zu kl&#228;ren: was passierte in der Bombennacht und wer wusste hinterher wann von den Folgen.</p>
<h4>Zwei L&#252;gen und zwei Bomben</h4>
<p><a title="spiegel.de: Protokoll der Alptraumnacht von Kunduz" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,663681,00.html">Bei Spiegel Online</a> und <a title="heute.de: Afghanistan: Chronologie eines Luftschlages" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/4/0,3672,7892516,00.html">beim ZDF</a> gibt es zwei ziemlich detailierte, teils aber widerspr&#252;chliche Protokolle der Bombennacht. Daraus wird deutlich, dass es keinen Zeitdruck f&#252;r den Bombeneinsatz gab, es war also keine Affekthandlung, in der schnell mal Fehler passieren. Zwischen der Nachricht, dass die Tanklaster auf der Sandbank festsitzen und dem Bombenabwurf liegen fast 4 Stunden, zwischen der visuellen Best&#228;tigung der festgefahrenen LKWs und dem Bombenfall immerhin noch fast 2 Stunden (nach ZDF-Information gab es die visuelle Best&#228;tigung sogar schon 2 Stunden fr&#252;her als bei SpOn).<br />
Dann wird von der Bundeswehr Luftunterst&#252;tzung angefordert und es wird offenbar best&#228;tigt, dass es Feindber&#252;hrung (<em>troops in contact</em>) g&#228;be &#8211; was eine glatte L&#252;ge ist, aber notwendige Voraussetzung f&#252;r die Nutzung des <em>close air support</em> in Afghanistan.<br />
Offenbar gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen der deutschen Seite und den F16-Piloten &#252;ber Gr&#246;&#223;e und Menge der Bomben. Au&#223;erdem <a title="spiegel.de: US-Kampfpiloten warnten sch&#228;rfer vor Luftangriff als bisher bekannt" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,665331,00.html">empfahlen die US-amerikanischen Piloten f&#252;nfmal</a> ein sogenanntes <em>show of force</em> als niedrige Eskalationsstufe, also ein Dr&#252;berdonnern mit den Kampfjets in niedriger H&#246;he, als Warnung an die Leute am Boden und um diese damit zu verscheuchen. Das wurde von deutscher Seite abgelehnt. Kurz vor dem Bombenabwurf kommt noch die Frage nach der unmittelbaren Bedrohung. Auch die wird &#8211; wahrheitswidrig &#8211; von deutscher Seite bejaht. Dann fallen die Bomben.</p>
<p>Die Entscheidungsstrukturen in der Nacht sind offenbar <a title="haz.de: Die verh&#228;ngnisvolle Nacht von Kundus" href="http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Die-verhaengnisvolle-Nacht-von-Kundus">auch nicht ganz klar</a>. Bisher stellt sich das alles so dar, dass nur Oberst Klein und ein Oberfeldwebel den Einsatz befehligt haben, Vorgesetzte oder andere Stellen waren nicht involviert. So richtig glauben kann ich das nicht. Im Artikel der Hannoverschen Allgemeinen werden ja mal wieder die <a title="Wikipedia: Kommando Spezialkr&#228;fte" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kommando_Spezialkr%C3%A4fte">KSK</a> ins Gespr&#228;ch gebracht. Sind die involviert, tauchen die in Berichten nicht auf. Aber auch ohne die KSK kann ich mir eine fehlende R&#252;cksprache nicht vorstellen. Immerhin will man eine gro&#223;e Anzahl von Menschen t&#246;ten, Zeit genug f&#252;r Konsultationen war vorhanden, es bestand kein schneller Handlungsbedarf.</p>
<h4>Gezielte T&#246;tung?</h4>
<p>F&#252;r mich stellt sich das Szenario mittlerweile so dar, dass eine gro&#223;e Anzahl von Menschen get&#246;tet werden <em>sollte</em>. Zumindest aber hat man eine gro&#223;e Opferzahl billigend in Kauf genommen und nichts unternommen, um die Opferzahl zu verringern. Selbst wenn man seitens der Bundeswehr davon ausgegangen war, dass sich vor Ort &#8220;nur&#8221; Taliban befanden und man die gestrandeten Tanklaster als willkommenen <em>honeypot</em> gesehen hat, w&#228;re das eine neue Qualit&#228;t der Kriegsf&#252;hrung der Bundeswehr in Afghanistan. Dann m&#246;chte ich sehen, wie Guttenberg und Merkel vor dem Bundestag erkl&#228;ren, dass die gezielte T&#246;tung von Taliban jetzt zum Auftrag der Bundeswehr dazugeh&#246;ren.<br />
Wobei &#8220;gezielte T&#246;tung&#8221; eben bei solchen Luftschl&#228;gen Bl&#246;dsinn ist. Eine Bombe unterscheidet nicht zwischen Taliban, freiwilligen Taliban-Anh&#228;ngern, gezwungenen Taliban-Anh&#228;ngern und einfachen Zivilisten. Es macht einfach nur Wumms und 140 Menschen sind tot.<br />
Seltsam auch, dass nach der Bombardierung keiner nachguckte, was los ist und zum Ort des Geschehens fuhr. Erst gegen Mittag war die Bundeswehr vor Ort &#8211; als viele Spuren schon beseitigt waren.</p>
<h4>Wer wusste wann was?</h4>
<p>Und damit komme ich zur zweiten Frage, die der Untersuchungsausschuss zu kl&#228;ren hat: Wer wusste wann was. Es hie&#223; ja hinterher, es seien keine Zivilisten zu Schaden gekommen, auch GI Schneiderhan hat das behauptet. Dabei gab es <a title="bild.de: Hat Minister Jung die Wahrheit verschwiegen?" href="http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/26/bomben-video-kunduz-in-afghanistan/verschwieg-minister-jung-die-wahrheit-ueber-die_20bombardierung.html">den Bericht der Feldj&#228;ger und andere Berichte</a>, die ziemlich deutlich machen, dass es sehr wahrscheinlich zivile Opfer gab. Wurden diese Berichte wirklich dem damaligen Verteidigungminister Jung vorenthalten? Kam das entsprechende Refererat im Kanzleramt <a title="ksta.de: Luftangriff nicht angemessen" href="http://ksta.de/html/artikel/1256137089840.shtml">schon fr&#252;h zum offensichtlichen Entschluss</a>, dass der Bundeswehroberst nicht angemessen gehandelt hat? Das Dementi folgte zwar <a title="spiegel.de: Kanzleramt dementiert Luftangriff-Bewertung vor der Wahl" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,664295,00.html">prompt</a>, aber wie glaubhaft ist das? Oder wie es ein Journalist in der Pressekonferenz <a title="wiegold.focus.de: Und weiter geht's: Bundespressekonferenz am 30. November" href="http://wiegold.focus.de/augen_geradeaus/2009/11/und-weiter-gehts-bundespressekonferenz-am-30-november-.html">formulierte</a>:</p>
<blockquote><p>Da wird die Bundeswehr sozusagen in den schwerwiegendsten Konflikt verwickelt, den sie seit ihrer Gr&#252;ndung zu bestehen hatte, es liegt auf der Hand, dass vermutlich sogar Kinder von der Bundeswehr get&#246;tet worden sind, und dann interessiert sich im Bundeskanzleramt &#8211; ich sage es einmal grob &#8211; kein Schwein daf&#252;r, was eigentlich dahinter steckt.</p></blockquote>
<p>Das &#8220;Wer wusste Wann Was&#8221; ist zwar f&#252;r die Presse interessanter, weil es dabei um Personen geht und vielleicht wird auch noch der ein oder andere Kopf rollen, aber das eigentlich wichtige des Untersuchungsausschusses ist meiner Meinung nach die Frage: Wie konnte es zu diesem Bombardement kommen? Wer hat das entschieden auf der Basis welcher Fakten und mit welcher Absicht?</p>
<p>Was mich auch wundert: Warum kommen die vielen Berichte und Recherchen in der Presse erst jetzt? Der Tanklasterangriff war am 3. September, also vor 3 Monaten. Der Spiegel stellt <a title="spiegel.de: Ein Angriff, eine Aff&#228;re und viele brisante Fragen" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,664374,00.html">zwar die richtigen Fragen</a>, aber warum erst jetzt? Warum nicht schon vor der Bundestagswahl? Gab es eine Bei&#223;hemmung, um das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten?</p>
<p>Wir werden sehen, was der Untersuchungsausschuss zu Tage f&#246;rdert &#8211; und was davon an die &#214;ffentlichkeit gelangt. Bisher kam ziemlich viel ans Licht und daf&#252;r, dass es am Anfang hie&#223;, alles sei supi gelaufen, sind ziemlich viele K&#246;pfe gerollt.</p>
<p>[F&#252;r das ganze Bild: eine Linkliste mit Originalquellen gibt es <a title="wiegold.focus.de: Der Kundus-Luftangriff: Link-Liste" href="http://wiegold.focus.de/augen_geradeaus/2009/11/der-kundusluftangriff-linkliste-ii.html">bei "Augen geradeaus!"</a>]</p>
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		<title>Petition f&#252;r Open Access</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/11/11/petition-fuer-open-access/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Nov 2009 20:36:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[netzkulturelles]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Lars Fischer hat eine Petition gestartet, in der gefordert wird, dass &#246;ffentlich finanzierte Forschung allen B&#252;rgern kostenlos zug&#228;nglich gemacht wird. Lars erkl&#228;rt in einem Blogeintrag die Petition auch noch mal n&#228;her. Zahlreiche Wissenschaftsorganisationen sind ebenfalls daf&#252;r.
Also: durchlesen und bei Zustimmung mitunterzeichnen.
Sinn der Petition ist es, dass wissenschaftliche Artikel auch frei verf&#252;gbar sein m&#252;ssen, wenn die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Das Blog von Lars Fischer" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog">Lars Fischer</a> hat eine <a title="Die Petition f&#252;r Open Access" href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=7922">Petition</a> gestartet, in der gefordert wird, dass &#246;ffentlich finanzierte Forschung allen B&#252;rgern kostenlos zug&#228;nglich gemacht wird. Lars <a title="Fischblog: Kurz zu meiner ePetition Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2009-11-11/kurz-zu-meiner-epetition-kostenloser-erwerb-wissenschaftlicher-publikationen">erkl&#228;rt in einem Blogeintrag</a> die Petition auch noch mal n&#228;her. <a title="Pressemitteilung des Aktionsb&#252;ndnis Urheberrecht f&#252;r Bildung und Wissenschaft" href="http://www.urheberrechtsbuendnis.de/pressemitteilung1209.html.de">Zahlreiche Wissenschaftsorganisationen</a> sind ebenfalls daf&#252;r.<br />
Also: durchlesen und bei Zustimmung mitunterzeichnen.</p>
<p>Sinn der Petition ist es, dass wissenschaftliche Artikel auch frei verf&#252;gbar sein m&#252;ssen, wenn die Forschung dahinter mit &#246;ffentlichen Gelder (was zum allerallergr&#246;&#223;ten Teil der Fall ist) bezahlt worden ist. Im Normalfall ist es n&#228;mlich so, dass wissenschaftliche Aufs&#228;tze (sog. &#8220;Paper&#8221;) in Fachzeitschriften publiziert werden. Der Zugang zu diesen Zeitschriften ist h&#228;ufig nur gegen saftige Abogeb&#252;hren m&#246;glich (oder gegen hohe Geb&#252;hren f&#252;r einen einzigen Artikel). Wer keinen Zugang &#252;ber die Uni oder eine Bibliothek hat, guckt in die R&#246;hre. Das soll sich &#228;ndern, indem alle Paper auch auf einem sinnigerweise zentralen Server frei zug&#228;nglich gemacht werden &#8211; f&#252;r jeden Interessierten.</p>
<p>Der beste Weg w&#228;re es nat&#252;rlich, wenn alle Zeitschriften nur noch nach dem Open-Access-Modell funktionieren w&#252;rden. Dahin ist es aber ein weiter Weg, weil Wissenschaftsverlage pr&#228;chtig am bisherigen Prinzip verdienen. Wissenschaftler suchen sich f&#252;r ihre Publikationen das Journal mit dem h&#246;chsten Ansehen (&#8221;Impact Factor&#8221;) aus, das jeweilige Access-Modell spielt dabei meist keine Rolle.<br />
Das zu &#228;ndern ist aber langer Prozess, der aber schon begonnen hat. Das aber nur zur Information, das ist nicht Bestandteil der Petition.</p>
<p>Open Access sollte in einer Wissensgesellschaft eine Selbstverst&#228;ndlichkeit sein &#8211; erst recht, wenn die Forschung von der Gesellschaft auch bezahlt wird.</p>
<p>[via: <a title="jensscholz.com: Petition: Kostenloser Erwerb wissenschaftlicher Publikationen" href="http://www.jensscholz.com/2009/11/petition-kostenloser-erwerb.htm">Jens Scholz</a> und <a title="heise.de: Wissenschaftler setzen auf Bundestagspetition f&#252;r Open Access" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Wissenschaftler-setzen-auf-Bundestagspetition-fuer-Open-Access-855655.html">heise online</a>]</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>20. Jahrestag des Mauerfalls</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/11/09/20-jahrestag-des-mauerfalls/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 22:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich h&#228;tte einen Wunsch zum heutigen 20. Jahrestag des Mauerfalls: Der Terminus &#8220;Neue Bundesl&#228;nder&#8221; m&#246;ge bitte aus dem Sprachgebrauch verschwinden.
20 Jahre nach der Wende und 19 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die 5 ostdeutschen Bundesl&#228;nder n&#228;mlich nicht mehr neu. Nach 19 Jahren ist so gut wie nichts mehr neu.
Ansonsten: Ich bin ein Ossi (ich war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich h&#228;tte einen Wunsch zum heutigen 20. Jahrestag des Mauerfalls: Der Terminus &#8220;Neue Bundesl&#228;nder&#8221; m&#246;ge bitte aus dem Sprachgebrauch verschwinden.</p>
<p>20 Jahre nach der Wende und 19 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die 5 ostdeutschen Bundesl&#228;nder n&#228;mlich nicht mehr neu. Nach 19 Jahren ist so gut wie nichts mehr neu.</p>
<p>Ansonsten: Ich bin ein Ossi (ich war 10 Jahre alt als die Mauer fiel), ich bin froh &#252;ber die Wende, aber ich bin auch froh, ein gutes St&#252;ck meiner Kindheit in der DDR verbracht zu haben. &#220;berfluss und alles-haben-wollen kamen danach noch fr&#252;h genug. Es gab in der DDR wenig M&#246;glichkeiten, sich materiell abzugrenzen, wir hatten alle das gleiche und gleich wenig. Das macht f&#252;r Eltern und Kinder den Alltag ein bisschen leichter, glaube ich.</p>
<p>Ich wei&#223; allerdings auch noch, wie es dann pl&#246;tzlich Matchboxautos nicht nur zu Weihnachten im Intershop gab und ich mir aus 20, 25 St&#252;ck eins aussuchen musste, das dann eine Entscheidung f&#252;r ein ganzes Jahr war, was f&#252;r ein Kind eine halbe Ewigkeit ist. Ich kann mich auch noch an den ersten Besuch in West-Berlin erinnern, ans Abholen des Begr&#252;&#223;ungsgeldes in einer Bank in Berlin-Spandau und das erste Mal in einem West-Kaufhaus (Woolworth, soweit ich mich erinnern kann).</p>
<p>Heute arbeite ich mit Kollegen aus dem Osten und dem Westen zusammen und es ist vollkommen egal, wo jemand herkommt. Ich kann das Gerede von den vermeintlich tiefen Gr&#228;ben zwischen Ost und West nicht leiden.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Alles ok beim Tanklasterbombing in Afghanistan?</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/10/30/alles-ok-beim-tanklasterbombing-in-afghanistan/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:35:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[politisches]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.tobias-haase.de/2009/10/30/alles-ok-beim-tanklasterbombing-in-afghanistan/</guid>
		<description><![CDATA[Vor knapp zwei Monaten lie&#223; die Bundeswehr ein paar geraubte und dann gestrandete Tanklastz&#252;ge in Afghanistan bombardieren.
Die NATO hat eine Untersuchung veranlasst. Der Bericht ist geheim und das Pressestatement vom deutschen Generalinspekteur Schneiderhan war mehr als d&#252;rftig und diente wohl mehr dazu den verantwortlichen Oberst zu sch&#252;tzen als Informationen zu liefern oder gar die Sachlage [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Bundeswehr l&#228;sst in Afghanistan Tanklaster bombardieren" href="http://blog.tobias-haase.de/2009/09/08/bundeswehr-laesst-in-afghanistan-tanklaster-bombardieren/">Vor knapp zwei Monaten</a> lie&#223; die Bundeswehr ein paar geraubte und dann gestrandete Tanklastz&#252;ge in Afghanistan bombardieren.</p>
<p>Die NATO hat eine Untersuchung veranlasst. Der Bericht ist geheim und <a title="Bundesverteidigungsministerium: Pressestatement des Generalinspekteur zum COMISAF-Untersuchungsbericht" href="http://www.bmvg.de/portal/a/bmvg/de/service/redenundinterviews/redenderinspekteure?yw_contentURL=/C1256F1200608B1B/W27XAHB8653INFODE/content.jsp">das Pressestatement vom deutschen Generalinspekteur Schneiderhan</a> war mehr als d&#252;rftig und diente wohl mehr dazu den verantwortlichen Oberst zu sch&#252;tzen als Informationen zu liefern oder gar die Sachlage aufzukl&#228;ren. Fakten zum konkreten Ablauf nennt Schneiderhan so gut wie gar nicht, stattdessen spricht er davon, dass man die Gesamtsituation (Angriffe auf die Bundeswehr, LKWs f&#252;r Attentate etc.) vor der Bombardierung nicht au&#223;er acht lassen darf. Mag alles richtig sein, erkl&#228;rt aber dieses konkrete Bombardement nicht. Es bleiben sehr <a title="wiegold.focus.de: Da spricht doch der Jurist" href="http://wiegold.focus.de/augen_geradeaus/2009/10/da-spricht-doch-der-jurist-.html">viele Fragen offen</a>.</p>
<p>Guckt man sich einmal diese <a title="spiegel.de: Tod im Flussbett" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-658126-15087.html">grafische Rekonstruktion der Ereignisse</a> vom Spiegel an, dann ist die Bombardierung einfach nicht nachvollziehbar. Die Tanklaster sind vom Bundeswehrst&#252;tzpunkt <em>weg</em> gefahren und sa&#223;en auf einer Sandbank im Fluss fest. Es ging keine unmittelbare Gefahr von den LKWs aus. Die <a title="spiegel.de: Bundeswehr wollte mit Luftangriff Selbstmordattentat verhindern" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,647081,00.html">damalige Behauptung der Bundeswehr</a>, es sollte ein Attentat auf das Bundeswehrlager in Kunduz verhindert werden, ist darum nicht haltbar.<br />
Schneiderhan wiederholt in seinem Statement diese Behauptung (er spricht nur noch von &#8220;einem gr&#246;&#223;eren geplanten Anschlag&#8221;) nicht, m&#246;chte aber &#8211; indem er diffus von der &#8220;milit&#228;rischen Gesamtlage in Kunduz&#8221; spricht &#8211; trotzdem den Eindruck erwecken, dass es genau um die Verhinderung eines solchen Attentats ging. Eine Erkl&#228;rung, warum die Tanklaster in die Luft gejagt werden mussten bzw. worden sind, bleibt Schneiderhan schuldig.</p>
<p>&#220;ber die get&#246;teten Zivilisten sagt Schneiderhan dann folgendes:</p>
<blockquote><p>Der NATO-Bericht f&#252;hrt lediglich an, dass lokale F&#252;hrer vor Ort von m&#246;glicherweise 30 – 40 toten und verletzten &#8211; wie es im Bericht hei&#223;t &#8211; „Civilians“ berichteten. Er best&#228;tigt damit nicht, dass durch den Luftschlag unbeteiligte Personen get&#246;tet wurden. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es sich in der Nacht zum 4. September f&#252;r Oberst Klein so darstellte, dass keine Unbeteiligten vor Ort waren.</p></blockquote>
<p>Was f&#252;r eine eklige Haarspalterei. Nur weil die Zivilisten am Ort des Geschehens waren, waren es keine Unbeteiligten und somit zum Abschuss freigegeben? Vielleicht waren sie tats&#228;chlich dort, um den Laster aus dem Flussbett zu befreien, m&#246;glicherweise wurden sie dazu gezwungen oder sie haben sich Benzin abgezapft oder auch beides. Darf man diese Menschen deshalb einfach in die Luft jagen? Hatten die Menschen &#252;berhaupt die M&#246;glichkeit, sich rechtzeitig zu entfernen, wurden sie gewarnt (Tieffl&#252;ge, Warnsch&#252;sse o.&#228;.)?</p>
<p>Keine Erkl&#228;rung dazu von Schneiderhan. Die Bundeswehr vertuscht weiter und tut so, als sei alles supi nach Vorschrift verlaufen, die Opfer waren blo&#223; b&#246;se Taliban und die offenen Fragen werden ignoriert.</p>
<p><strong>Nachtrag (31.10.09):</strong> Der Spiegel hat offenbar <a title="spiegel.de: Nato-Bericht bescheinigt deutschem Oberst Fehlverhalten" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,658450,00.html">mehr Einblick in den Nato-Bericht erhalten</a>. Und danach lief eben nicht alles nach Vorschrift:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Der Nato-Bericht &#252;ber den t&#246;dlichen Luftangriff auf zwei Tanklaster in Kunduz weist SPIEGEL-Informationen zufolge auf klare Fehler in der deutschen Operationsf&#252;hrung hin. Oberst Klein, Kommandeur des Wiederaufbauteams in Kunduz, habe sich nicht an das Standard-Einsatzverfahren, die sogenannten Standing Operation Procedures (SOP), gehalten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">So habe er die Luftunterst&#252;tzung mit der Begr&#252;ndung angefordert, seine Truppen h&#228;tten Feindber&#252;hrung, obwohl sich keine Isaf-Soldaten in der N&#228;he der Tanker aufhielten. Er habe es abgelehnt, als niedrigere Eskalationsstufe die F-15-Jagdbomber zun&#228;chst im Tiefflug &#252;ber die Tanker fliegen zu lassen. Zudem sei es m&#246;glich, dass es angesichts der un&#252;bersichtlichen Lage nicht ausreichend war, sich auf eine einzige menschliche Quelle und die Live-Bilder der Luftunterst&#252;tzung zu verlassen.</p>
<p>Schneiderhans Versuch, seinen Oberst zu sch&#252;tzen in allen Ehren, aber hat er wirklich geglaubt, die Ergebnisse des Berichts kommen nicht ans Licht?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Atomgetriebene Brisanz</title>
		<link>http://blog.tobias-haase.de/2009/09/17/atomgetriebene-brisanz/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 22:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[mediales]]></category>
		<category><![CDATA[politisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin nun sicherlich kein Freund der Atomenergie, aber man muss auch nicht gleich aus dem H&#228;uschen geraten, wenn irgendwo das Stichwort Atomkraft f&#228;llt. Und erst recht muss man keinen Skandal aus etwas machen, das kein Skandal ist. So wie die Financial Times Deutschland (FTD) am gestrigen Mittwoch.
Angeblich h&#228;lt Frau Schavan vom Bundesbildungsministerium eine &#8220;Atomstudie&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin nun <a title="Atomenergie ist alles andere als &#246;ko" href="http://blog.tobias-haase.de/2008/07/02/atomenergie-ist-alles-andere-als-oeko/">sicherlich kein Freund der Atomenergie</a>, aber man muss auch nicht gleich aus dem H&#228;uschen geraten, wenn irgendwo das Stichwort Atomkraft f&#228;llt. Und erst recht muss man keinen Skandal aus etwas machen, das kein Skandal ist. So wie die Financial Times Deutschland (FTD) <a title="ftd.de: Schavan h&#228;lt Atomstudie zur&#252;ck" href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:brisantes-gutachten-schavan-haelt-atomstudie-zurueck/50010078.html">am gestrigen Mittwoch</a>.</p>
<p>Angeblich h&#228;lt Frau Schavan vom Bundesbildungsministerium eine &#8220;Atomstudie&#8221; bis nach der Bundestagswahl zur&#252;ck, weil ihr die Ergebnisse dieses &#8220;brisanten Gutachtens&#8221; (mehr AKWs, Endlager in BaW&#252;) nicht passen. Daran ist so ziemlich alles falsch.</p>
<p>- Die Studie ist keine Atomstudie sondern ein &#8220;Konzept f&#252;r ein integriertes Energieforschungsprogramm f&#252;r Deutschland&#8221;. Darin kommt naturgem&#228;&#223; die Atomenergie als M&#246;glichkeit der Energieversorgung vor. Die Autoren der Studie beschreiben auch, dass die neuen AKWs der 4. Generation sicherer und effizienter sind, sodass weniger Uran verbraucht wird und am Ende weniger Atomm&#252;ll anf&#228;llt. Das klingt alles recht begeistert und die Probleme mit der Endlagerung werden zwar angesprochen, aber imho nicht ausreichend stark gewichtet. Trotzdem: ein &#8220;unverhohlenes Pl&#228;doyer&#8221; bzw. eine &#8220;Preisung&#8221; neuer AKWs, wie von der FTD behauptet, erkenne ich darin nicht. Als m&#246;gliche Endlagerst&#228;tten werden &#8211; neben den Salzst&#246;cken wie z.B. in Gorleben &#8211; auch &#8220;Tonsteinformationen&#8221; erw&#228;hnt. Damit deutlich, dass die Beschr&#228;nkung der Endlagersuche auf Salzst&#246;cke eine politische und keine wissenschaftliche Gr&#252;nde hat. Tonsteinsedimente gibt es auch in BaW&#252; und vielleicht auch in anderen unionsregierten L&#228;ndern, die zwar Atomenergie toll finden, aber von einem Endlager in ihrem Bundesland nichts wissen wollen.<br />
Neben der Atomkraft (5 von 61 Seiten) nehmen erneuerbare und fossile Energien und die Energieeffizienzsteigerung breiten Raum ein.</p>
<p>- Frau Schavan h&#228;lt die Studie nicht unter Verschluss bis nach der Bundestagswahl, sondern die Institutionen, von denen die Studie erarbeitet worden ist, <a title="acatech.de: Stellungnahme zu Berichten &#252;ber ein Energieforschungskonzept" href="http://www.acatech.de/de/aktuelles-presse/presseinformationen-news/news-detail/article/stellungnahme-zu-berichten-ueber-ein-energieforschungskonzept/229.html">haben sich darauf verst&#228;ndigt</a>, die Ergebnisse erst nach der Wahl (am 15. Oktober) vorzustellen, um eine m&#246;glichst ruhige Diskussion zu erm&#246;glichen. Das klingt f&#252;r mich plausibel, denn dass das Gutachten im Wahlkampf offenbar wirklich nicht sachlich diskutiert werden kann, zeigen ja jetzt die Reaktionen. Frau Schavan d&#252;rfte die Verschiebung der Gutachtenpr&#228;sentation allerdings ganz gelegen gekommen sein: eine Atom- und Endlagerdebatte kann die CDU nicht gebrauchen.<br />
Von einer Verschlusssache kann auch deshalb keine Rede sein, weil eine Zusammenfassung (&#8221;Executive Summary&#8221;) der Studie auf der Seite der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften <a title="acatech.de: Konzept f&#252;r ein integriertes Energieforschungsprogramm im Auftrag des Bundesministeriums f&#252;r Bildung und Forschung" href="http://www.acatech.de/?id=750">einsehbar ist</a>. (Nachtrag: Offenbar wurde die  Studie erst <em>nach</em> der Diskussion  gestern nachmittag online gestellt [<a href="http://netzpolitik.org/2009/konzept-integriertes-energieforschungsprogramm/">siehe Kommentar Nr. 25 bei netzpolitik.org</a>, leider nicht direkt verlinkbar])</p>
<p>Alles in allem ist das Gutachten, soweit man das aus der Zusammenfassung ablesen kann, nicht &#8220;brisant&#8221; (aber interessant und diskussionsw&#252;rdig, weil der Schwerpunkt imho zu wenig auf erneuerbaren Energie liegt) und mit Sicherheit <a title="Blog(&#252;ber)reaktionen I" href="http://rivva.de/http://www.ftd.de/politik/deutschland/50010078.html">keine</a> <a title="Blog(&#252;ber)reaktionen II" href="http://rivva.de/http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,649292,00.html">Aufregung</a> &#252;ber eine vermeintliche &#8220;Atomstudie&#8221; wert.</p>
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