Linke Ideenlosigkeit

Da ist er also, der neueste neue Name der PDS: „Die Linkspartei.“. Mit Punkt am Ende. Der ist sicher ungeheuer wichtig. Klingt so nach „basta“. Wir sind links. Punkt.

Darüber hinaus hört es sich reichlich uninspiriert an. „Demokratische Linke.PDS“ war ja schon vergeben. Da musste als was neues her. Und dann blieb nur noch „Die Linkspartei.“ übrig?! Der Name klingt wischiwaschi. Als wolle man sich nicht festlegen. Man will halt nur irgendwie links sein.

Wenn das Wahlprogramm ähnlich wischiwaschi, ungenau und unkreativ ist, wird daraus sicher keine dritte Kraft im Lande entstehen. Eigentlich schade. Ich bin zwar nicht unbedingt die Zielgruppe für eine linkssozialistische Partei, aber als Denkalternative hätte ich gerne eine Partei links von der SPD gesehen. Mich stört nämlich schon, dass „links“ bisher in der Politik bedeutete, dass bei bei der SPD Schluss war. Eine Partei, die den Begriff „Sozialismus“ im Namen trug, weckte bei mir die Hoffnung, dass man doch noch über den Tellerrand der Tagesaktualität hinausblicken kann und es vielleicht doch noch irgendwo einen gänzlich anderen Gesellschaftsentwurf gibt. Einfach nur zum Darübernachdenken, zur Horizonterweiterung.

Was allerdings die Denkalternativen angeht, so bin ich skeptisch. Besonders jetzt, wo ich sehe, wie unkreativ man sich schon beim Namen anstellt. Wenn denen nicht mal ein knackiger, prägnanter oder auch mutiger Name einfällt, wie soll dann das Wahl- oder Parteiprogramm aussehen? Vielleicht erwarte ich auch einfach nur zuviel von einer Partei, in der Gysi und Lafontaine die Spitzenkandidaten sind, ansonsten aber eher aus blassen Sozialstaatsromantikern zu bestehen scheint.

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