Bauchfrei ins Gruselkabinett

Heute komme ich von der Mensa wieder zurück zur Uni. Die Eingangshalle: voll. Ich komme mir vor, als wäre ein Casting für eine Daily Soap geplant. Ein Haufen Mädels, aufgedonnert als wolle man auf die nächstbeste Party.

Und irgendwie sahen auch alle gleich aus. Vom Stil her jedenfalls: Hüfthosen, enge Tops, Handtäschchen, Make-Up und Frisur sahen nach zweistündigem Badezimmeraufenthalt aus, Brathähnchenteint. Für die Uni normalerweise schon _overdressed_, aber für das das, was jetzt kam, _auf jeden Fall_.

Die Meute wollte oder musste in die Meckelschen Sammlungen. Das ist eine anatomische Sammlung. Also lauter Gläser mit eingelegten Organen, Präparationen von Organen, Modelle von Organen und teilweise monströsen Mutationen. Also definitiv nichts, wofür man sich aufdonnern müsste oder wo man Jungs aufreißen könnte.

Ich wunder mich sowieso, wieso immer mehr Mädels im Alltag aussehen wie Schauspieler in Fersehserien. Schlabberlook, normales Outfit, einfache Bluejeans, dezentes Make-Up – scheint alles out zu sein. Die Reduktion auf Äußerlichkeiten mehr und mehr also auch an der Uni, bei angehenden Akademikern? Schade. Aufgedonnerte Püppchen mögen ja nett anzuschauen sein, aber mehr dann auch nicht.

2 Gedanken zu “Bauchfrei ins Gruselkabinett

  1. He! Aufgedonnerte Püppchen können durchaus auch was im Hirn haben! Und wo gehst du zur Uni, dass solche Frauen bei dir in der Mehrzahl sind? In Aachen wurde ich schon blöde angemacht, weil ich Schuhe mit hohen Absätzen trug… aber in Aachen herrscht zumeist das andere Extrem vor: Frauen, die nicht als solche erkennbar sind – ihre Weiblichkeit zumeist vergraben unter fettigen Haaren, Männerhemden und zentimeterdicken Brillengläsern…

  2. Ich geh auf die Martin-Luther-Uni in Halle. Hab ich ja oben verlinkt. Ich habe aber festgestellt, dass es einen großen Unterschied macht, in welcher Fakultät oder Fachrichtung man gerade ist, ob es eher mehr oder weniger gut aussehende Mädchen dort gibt. Bei den Naturwissenschaflter ist der Anteil an Hüfthosen viel geringer als bei den Geisteswissenschaftler oder Medizinern.

    Natürlich können Püppchen viel im Hirn haben. Nur durch diese Aufgedonnertheit reduzieren sie sich selbst aufs Äußere. Und man sollte auch das Outfit der Situation anpassen und für die Meckelschen Sammlungen waren die Mädels schlicht overdressed.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.